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Offenheit ist Trumpf bei Unlust in den Wechseljahren

Hilfe bei Unlust in den Wechseljahren

Wie Paare auf Unlust in den Wechseljahren reagieren sollten. Es könnte alles so schön sein: Die Kinder sind aus dem Haus und Paare können ganz ungestört ihre Sexualität genießen. Auch schwinden mit zunehmendem Alter so manche Unsicherheiten, was das Artikulieren und Einfordern eigener Vorlieben und Bedürfnisse anbelangt. Umso größer ist die Ratlosigkeit vieler Männer, wenn Frauen in und nach den Wechseljahren immer öfter abweisend auf Zärtlichkeiten reagieren. Wichtig ist es in dieser Situation, offen mit dem Partner über die Ursachen zu sprechen. In der Regel ist die gegenseitige Zuneigung genauso groß wie zuvor. Das Problem ist vielmehr oft körperlicher Natur.

Viele Frauen scheuen ein Gespräch, nicht nur mit dem Partner oder der besten Freundin, selbst mit dem Frauenarzt. Das kann fatal sein, denn der Grund für Brennen, Jucken und Schmerzen im Intimbereich kann eine immer trockener und dünner werdende Haut im Scheidenbereich sein. Hier sollte man den Frauenarzt direkt auf eine geeignete Therapie ansprechen. Eine lokale Behandlung mit dem körpereigenen Östrogen Estriol in Form von Vaginalcreme oder -zäpfchen kann die Symptome lindern und rasch den Wiederaufbau einer gesunden, elastischen und gut durchbluteten Scheidenhaut unterstützen.

Die lokale Estrioltherapie wird offiziell in den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften zur Therapie bei trockener Scheide empfohlen. Durch die vaginale Verabreichung von Estriol kann die Scheidenhaut wieder aufgebaut werden: Sie wird dicker, elastischer und unempfindlicher. Das gesunde saure Scheidenmilieu reguliert sich, die Vagina wird wieder besser durchblutet und der Schutz vor aufsteigenden Infektionen gefördert. Die Therapie wirkt dabei nur dort, wo sie angewendet wird - im Genitalbereich - und hat keinen Einfluss auf den gesamten Körper. Aufgrund ihrer Nähe zur Scheide können auch die ableitenden Harnwege profitieren: Die Durchblutung wird gestärkt, das Bindegewebe festigt sich, die Verschlusskraft der Harnröhre steigt. Es kommt damit seltener zu unfreiwilligem Harnabgang.

(Quelle: djd/ pt; Foto: djd/ OeKolp)