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Alzheimer

Schreckgespenst Alzheimer

Die Alzheimerische Krankheit gehört zu den erworbenen und den häufigsten Intelligenzminderungen. Sie wird hervorgerufen durch hirnatrophische Prozesse.

Das bedeutet, dass die Erkrankung durch Verlust von Hirngewebe zustande kommt. Die genaue Ursache ist leider noch nicht bekannt, und damit ist auch eine ursächliche Therapie nicht möglich.

Ursachen

Es wird eine familiäre Häufung und dadurch eine genetische Disposition diskutiert. Außerdem werden Slow Virus Infektion oder Aluminium erwähnt. Genau gesagt, ist einfach nichts Eindeutiges bekannt. Sicher ist nur, dass Alzheimer nichts mit dem natürlichen Alterungsprozess zu tun hat. Frauen sind mehr als Männer betroffen. Ca. 1,2 Millionen Menschen sind in Deutschland befallen.

Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter

Alzheimer beginnt gehäuft nach dem 50. Lebensjahr und tritt mit zunehmendem Alter immer öfter auf. So sind z.B. zwölf Prozent aller 85-jährigen und nur drei Prozent der 65-jährigen betroffen.

Wenn man sich das veränderte Hirngewebe unter dem Mikroskop anschaut, kann man so genannte senile Plaques erkennen, die sich aus veränderten Eiweißablagerungen zusammensetzen. Diese werden Drusen genannt und bestehen aus ß-Amyloidablagerungen.

Die Phasen des Krankheitsverlaufs

Die Erkrankung kam zu ihrem Namen durch einen gewissen Neurologen Alois Alzheimer, der ca. 1906 den Symptomenkomplex beschrieben hat. Die Diagnose ist oft ein schwieriger Schritt, da die Krankheit einen sehr individuellen Verlauf nimmt, da jeder einen anderen Ausgangspunkt hat. Die Erkrankung kann in mehrere Phasen eingeteilt werden.

Die Kenntnis dieser Phasen ist sowohl für den Betroffenen als auch für die Angehörigen wichtig. Nur so kann Verständnis entstehen und der Verlauf der Erkrankung richtig eingeschätzt werden.

  • Phase 1: Normale Intelligenz, individuelle Persönlichkeit
  • Phase 2: Schwache Störungen, die der Erkrankte oft nur selbst wahrnimmt,
    wie z.B. Gedächtnisverschlechterung, Wortwahlprobleme
  • Phase 3: verstärkte Ängste im Beruf und auch vor privaten Problemen, stärkere Gedächtnisverluste, Schwierigkeiten mit der Bewältigung unbekannter Situationen
  • Phase 4: schwierigere Aufgaben wie Autofahren, Verreisen, Geldverwaltung werden problematisch, es kommt zu einem Vermeidungsverhalten mit Aktivitätseinbußen und starken Gedächtnisproblemen
  • Phase 5: Erinnerungslücken, Selbstversorgung schwierig, zum Teil unmöglich; der Erkrankte braucht Unterstützung bei alltäglichen Dingen wie Körperpflege oder Kleiderwahl
  • Phase 6: vollständige Angewiesenheit durch Pflegehilfe, Kontrollverlust über Urin- oder Stuhlabgang, kein Realitätsbezug
  • Phase 7: Sprachverlust, Bewusstseinstrübung, Koma, Tod

Keine Heilung, aber Linderung möglich

Leider ist die Alzheimerkrankheit bisher nicht heilbar. Es gibt lediglich Maßnahmen, die Begleitbeschwerden schwächen oder vermeiden können.

Am besten hilft man den Betroffenen, wenn man sie geistig und körperlich fordert. Auch stark beeinträchtigte Personen können Verhaltensmuster erlernen, die ihnen die Alltäglichkeiten erleichtern.

Ansonsten existieren jede Menge von Medikamenten, die jedoch bisher noch keine Heilung hervorgerufen haben, aber natürlich im Angesicht der Ausweglosigkeit sehr wohl ihre Berechtigung haben. Da die Hoffnung der Betroffenen als auch der Angehörigen natürlich groß ist, kann man eine Therapie mit einem der Mittel anstreben.