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100 Milliarden-Nervenzellen

Gehirn kann viel ausgleichen

Die Deutschen werden immer älter, damit steigt das Risiko an Alzheimer zu erkranken. Etwa jeder Vierte über 80 leidet an der gefürchteten Krankheit, die wegen des hohen und langen Pflegeauf­wandes zu einer der teuersten Krankheiten im Gesundheits- und Sozialwesen gehört. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Erkrankten von heute knapp 2 Millionen mit großer Wahrscheinlichkeit verdoppelt haben.

''Wir müssen alle schon vorhandenen Möglichkeiten zur Vorbeugung und zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit nutzen, um den Erkrankten und ihren Familien zu helfen. Bei einer frühzeitigen Diagnose und rechtzeitigem Beginn der Therapie ist es möglich, den Verlauf der Alzheimer-Krankheit mit den heute zur Verfügung stehenden Medikamenten positiv zu beeinflussen'', so. Prof. Walter E. Müller, Vizepräsident der Vereinigung der Deutschen Alzheimerforscher, Hirnliga e.V. ''Für die Zukunft ist es jedoch dringend geboten, die Forschung zu intensivieren und neue Ansätze zu prüfen, denn eine ursachenbezogene Heilung der Krankheit ist bislang nicht in Sicht. Vielversprechende Ansätze aus den Forschungslaboratorien, wie etwa die Impfung, scheiterten bisher entweder vor der klinischen Anwendung oder zeigten am Patienten nicht die gewünschte Wirkung.''