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Muskeltraining

Hörsinn muss trainiert werden

Wer auf Hilfe verzichtet, lässt den Hörsinn oftmals verkümmern.
Moderne Hörgeräte haben mit den Hörhilfen der Großvater-Generation nichts mehr gemeinsam. Sie sind klein, unauffällig und leistungsstark und für den Hörsinn oft lebenswichtig. Viele Menschen, die von einer Hörminderung betroffen sind, wissen nicht, dass das Hörvermögen wie ein Muskel trainiert werden muss. Wer auf eine Hilfe verzichtet und über längere Zeit schlecht hört, lässt diesen Sinn regelrecht verkümmern. Wer jedoch bereits bei einer leichten Ausprägung und frühzeitig auf den Hörverlust reagiert, hat gute Chancen, dass sich die Hörfähigkeit sogar wieder regeneriert - ganz wie ein Muskel, der nach längerer Untätigkeit wieder beansprucht wird. Daher ist bei Verdacht auf eine Hörminderung ein möglichst frühzeitiger Test beim Hörgeräteakustiker besonders wichtig.

Dies gilt umso mehr, da die neuesten Hörgeräte einiges zu bieten haben. Eine neue Technik verstärkt hohe Frequenzen, die Menschen mit einer Hörminderung bis dato oft Probleme gemacht haben: Damit ist jetzt erstmals eine Hilfe auf dem Markt, mit der alle Töne wieder klar verständlich sind. Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach: Die entsprechenden Signale werden komprimiert und in einen tieferen, vom Träger des Gerätes hörbaren Frequenzbereich verschoben. Nutzer der neuen Hörsysteme verstehen das Gesagte wieder vollständig und in bester Klangqualität. Auch Geräusche wie das Vogelgezwitscher im Frühling, das Knirschen von Schnee oder Kinderlachen sind wieder klar wahrnehmbar. Gleichzeitig sorgt eine besondere Technologie dafür, dass Sprache auch bei störenden Hintergrundgeräuschen deutlich verstanden wird. Je nach gewähltem Hörsystem können auch moderne Medien wie Telefon, Fernseher, MP3-Player oder Computer über ein kleines Zusatzgerät kabellos angebunden werden.

(Quelle: djd/ pt; Foto: djd/ Phonak)