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Typhus

Benebelt?

Der Name dieser Erkrankung beschreibt recht genau den Bewusstseinszustand eines an ihr erkrankten Menschen. Typhus heißt Nebel, und Benommenheit ist eines der Hauptsymptome bei Typhuskranken.

Typhus wird durch eine auf der ganzen Welt vorkommende Bakterienart, Salmonella typhi, ausgelöst. Diese Typhussalmonellen sollte man nicht mit den auch hierzulande vorkommenden Salmonellen verwechseln, die die Lebensmittelvergiftung hervorrufen.

Wie erfolgt die Ansteckung?

In Deutschland werden in der Regel alle Fälle aus tropischen oder subtropischen Ländern importiert. Das höchste Ansteckungsrisiko besteht in Indien und Nepal. Wichtigste Infektionsquelle sind menschliche Dauerausscheider. Bei ihnen ist es meist zu einer Besiedlung der Gallenblase gekommen, und sie scheiden ständig Typhussalmonellen mit dem Stuhl aus, ohne selbst akut krank zu sein. Sie können aber trotzdem andere Menschen anstecken und müssen deshalb mit Antibiotika therapiert werden.

Die Infektion geschieht direkt über die Hände, kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel. Nach ungefähr zwei Wochen beginnt die Körpertemperatur anzusteigen. Sie steigt stufenförmig immer weiter an und bleibt dann ab der zweiten Krankheitswoche konstant hoch über 40 °C. Das Fieber lässt sich auch durch Aspirin nicht senken.

In der ersten Woche leidet ein Erkrankter meist an Verstopfung, und in der zweiten Woche stellt sich ein erbsenbreiartiger Durchfall ein. Die Zunge ist in der Mitte weißlich belegt, die Ränder bleiben frei.

Was ist so gefährlich?

Unbehandelt endet eine Typhuserkrankung in zehn Prozent der Fälle tödlich. Da die Typhussalmonellen in die Darmwand eindringen und diese teilweise zersetzen, kann es zu Darmblutungen, Geschwüren und sogar Darmperforationen kommen.

Fast jeder perforierte Darm verursacht eine Bauchfellentzündung. Gelangen die Erreger in die Blutbahn, können sie auf diesem Weg Herzmuskelentzündungen, Hirnhautentzündungen, Thrombosen oder Knochenabszesse verursachen. Vermehren sich die Erreger im Blut zu sehr, kommt es zur Sepsis, der Blutvergiftung, und Kreislaufversagen.

Allerdings kann man der Krankheit, wenn man sie früh genug erkennt, mit Antibiotika leicht Herr werden. Der Uraub ist dann aber schon gelaufen.

Wie kann man sich schützen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich gegen Typhus impfen zu lassen:

1. oraler Lebendimpfstoff

An drei Tagen wird je eine Kapsel mit abgeschwächten Typhuserregern eingenommen. Diese Schluckimpfung sollte mindestens zehn Tage vor Reiseantritt abgeschlossen sein. Der Schutz reicht ein Jahr lang.

2. Totimpfstoffinjektion

Eine Spritze reicht aus, der Schutz hält für drei Jahre.