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Polio

Kinderlähmung für Erwachsene

Die Kinderlähmung, Poliomyelitis, kurz Polio, wird durch das Poliovirus verursacht, das eigentlich ein Darmvirus ist. Seine Übertragung erfolgt fäkal-oral, d.h. von Mensch zu Mensch.

95 Prozent der Infektionen verlaufen symptomlos oder wie ein grippaler Infekt. Es können auch nicht oder nicht mehr immune Erwachsene erkranken, bei ihnen ist die Gefahr sogar größer, dass die Krankheit einen komplizierten Verlauf nimmt. In Europa und Nordamerika ist die Erkrankungshäufigeit in den letzten Jahren auf Grund der Schutzimpfungen drastisch zurückgegangen. Doch immer häufiger treten einzelne Fälle durch nachlassende Impfbereitschaft auf. In einigen Ländern, vor allem in warmen Entwicklungsländern, z.B. Asien, Südostasien und Indien, ist das Ansteckungsrisiko aber immer noch sehr hoch. Bei Reisen in solche Länder ist eine Impfung sehr ratsam.

Was ist so gefährlich?

Die Viren werden oral aufgenommen und vermehren sich zunächst im lymphatischen Gewebe des Rachenraums und später vor allem in der Darmwand. Von dort können sie über das Blut in das zentrale Nervensystem gelangen, wo sie eine Hirn- oder Hirnhautentzündung verursachen können.

Eine Therapie existiert nicht. Meistens geht eine Erkrankung mit Fieber einher. Folge können Lähmungen sein, die sich aber zu großen Teilen zuückbilden können. Besonders gefährlich ist eine Lähmung, Parese, der Atemmuskulatur. Selten kommt es, trotz Besserung der Symptome, nach Jahren zu einer erneuten Verschlechterung, dem Postpoliomyelitis-Syndrom. Es macht sich durch erneute Lähmungserscheinungen und verminderte Leistungsfähigkeit bemerkbar.

Wie kann man sich schützen?

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, sich gegen eine Polioinfektion zu schützen:

1. oraler Lebendimpfstoff (Schluckimpfung):

Die meisten von uns sind wohl noch auf diese Art geimpft worden. Die Schluckimpfung mit lebenden, aber nicht krankmachenden Viren wird heute nicht mehr empfohlen, weil der Impfstoff gerade in tropischen Ländern nicht lange haltbar ist.

Ein weiterer Grund für die Favorisierung des Totimpfstoffs war die Tatsache, dass es sehr selten – ein Fall auf eine Million Impfungen – dazu gekommen ist, dass die abgeschwächten Impfviren wieder in krankmachende mutiert sind. Dies ist besonders gefährlich, weil wir nach einer Schluckimpfung über eine lange Zeit die abgeschwächten Impfviren in uns tragen und diese auch ausscheiden. Trotz dieser Gefahr scheint die Schluckimpfung eine bessere Immunität zu hinterlassen.

2. Totimpfstoffinjektion

Die Injektion des Totimpfstoffs aus inaktivierten, toten Polioviren (IPV) führt vor allem zur Bildung von Antikörpern, die bei einer Infektion mit Polioviren das Eindringen in das Nervensystem verhindern. Die Impfung erfolgt zweimal im Abstand von zwei Wochen bis sechs Monaten. Nach zehn Jahren ist eine Auffrischung nötig.

Wann haben Sie sich das letzte Mal gegen Polio impfen lassen?