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Malaria

Was ist Malaria?

Die Malaria ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Welt. Allein in Afrika sterben jährlich zwei Millionen Kinder daran. Im Jahr bringen sich ungefähr 1.000 Deutsche eine Malaria aus dem Urlaub oder von einer Geschäftsreise mit nach Hause.

Die Krankheit wird durch einen Mikroorganismus, genannt Plasmodium, ausgelöst, der sich im Blut und der Leber vermehrt. Die Malariaparasiten gelangen durch den Stich der weiblichen Anophelesmücke in den Körper. In unseren Breitengraden braucht man allerdings keine Angst zu haben, sich anzustecken, die Anophelesmücke mag es warm und feucht.

Nach Angaben der WHO ist die Malaria in 90 Ländern, von Afrika, Asien, Ozeanien bis Zentral- und Südamerika sowie in der Karibik anzutreffen. Innerhalb dieser Gebiete ist die Gefahr, sich anzustecken, unterschiedlich groß, weshalb die Malariagebiete in drei Risikogebiete eingeteilt werden, für die es unterschiedliche Prophylaxeempfehlungen gibt. Deshalb sollte man je nach Reiseziel andere Vorkehrungen treffen.

Symptome

Hat man sich erst einmal angesteckt, sind folgende Symptome typisch:

  • Fieber – zuerst unregelmäßig, dann oft in regelmäßigen Schüben
  • Schüttelfrost
  • Kopf- / Gliederschmerzen
  • Oberbauchschmerzen
  • Leber- / Milzvergrößerung
  • Gelbsucht

Nach dem anfänglichen diffusen Fieber folgen oft Fieberschübe in regelmäßigen Abständen. Die Fieberschübe gehen mit Schüttelfrost einher und dauern ungefähr sieben Stunden. Die fieberfreien Intervalle sind ein oder zwei Tage lang. in dieser Zeit fühlt man sich sogar ganz wohl.

Was ist so gefährlich?

Es existieren vier verschiedene Arten von Malariaparasiten. Eine Art ist besonders heimtückisch: Plamodium falciparum. Diese Art ist Erreger der bösartigen Malaria, Malaria tropica. Unglücklicherweise gehen zwei Drittel der Malariaerkrankungen auf ihr Konto.

Im Gegensatz zu den leichter verlaufenden, gutartigen Formen kann es bei der Malaria tropica zu einer Verklumpung des Bluts kommen. Diese Klumpen können überall im Körper stecken bleiben und die Durchblutung verhindern. Nierenversagen, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Kreislaufschock können die tödlichen Folgen sein. Bei dieser Art gibt es auch nicht den sonst typischen, schubweisen Fieberverlauf, manchmal fehlt das Fieber sogar ganz.

Wie kann man sich schützen?

Trotz gegenteiliger Meldungen existiert zurzeit kein wirksamer Malariaimpfstoff. Es wird wohl auch in absehbarer Zeit keinen geben. Zur Verhütung einer Erkrankung bestehen folgende Möglichkeiten:

  • Mückenabwehr
  • medikamentöse Prophylaxe
  • Notfallbehandlung („stand-by-therapy“)

Ein sorgfältiger Mückenschutz kann das Infektionsrisiko um das zehnfache senken. Also, bei Reisen in Malariagebiete immer lange Kleidung tragen, unter Moskitonetzen oder hinter Moskitogittern schlafen und freie Körperstellen mit insektenabweisenden Mitteln einreiben. Bedenken Sie, dass die Mücken nachts und in der Dämmerung besonders aktiv sind.

Bestimmte Mittel können die Vermehrung von Plasmodium im Blut verhindern. Je nach Reiseziel sollte bereits eine Woche vor Reiseantritt mit der Einnahme von Antimalariamitteln begonnen werden. Diese Medikamente werden dann während und noch bis vier Wochen nach Aufenthalt im Malariagebiet eingenommen.

Welches Mittel oder welche Medikamentenkombination Sie genau einnehmen sollten, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. dem Ansteckungsrisiko an Ihrem Urlaubsort, der dort vorherrschenden Erregerart und ob diese Erreger auch noch gegen das jeweilige Mittel empfindlich sind. Allerdings muss man zugeben, dass es kein garantiert sicheres Mittel gibt. Oft sind die Erreger schon resistent gegen die gängigen Mittel. Deshalb muss sofort ein Arzt aufgesucht werden, wenn während oder nach Abschluss der Chemoprophylaxe Fieber auftritt.

Bei sehr geringem Ansteckungsrisiko oder sehr langen Aufenthalten empfiehlt es sich, ein Antimalariamittel zur Notfallbehandlung („stand-by-therapy") mitzunehmen, um es bei verdächtigen Symptomen und unerreichbarem Arzt sofort einzunehmen.

Alles in allem eine sehr komplizierte Sache, die für jeden individuell entschieden werden muss. Die Empfehlungen der WHO ändern sich mindestens jährlich. Die Konsultation eines Spezialisten vor jeder Reise ist also sehr zu empfehlen.