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Hautkrebs vorbeugen

Achtung Hautkrebs! – So können Sie vorbeugen

Der Sommer naht, Sonnenanbeter stehen in den Startlöchern. Doch zu viel Sonne ist Gift für die Haut.

Viele Menschen unterschätzen die Gefahr der UV-Strahlung. Sie ist für die Haut einer der stärksten Umweltreize. Außer der Beteiligung an der Vitamin-D-Synthese in der Haut hat sie jedoch keine weiteren positiven Effekte – im Gegenteil, durch die Bildung freier Radikale schädigt sie das Erbgut der Zellen.

Schützen kann sich die Haut durch Reparaturenzyme und Melaninbildung, doch diese Schutzmechanismen der Haut geraten bei exzessiver Sonnenbestrahlung schnell an ihre Grenzen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Haut schützen können, um sonnenbedingten Hautveränderungen und Hautkrebs vorzubeugen.

Risikofaktoren

Mögliche Risikofaktoren für die Entwicklung bösartiger Hautveränderungen sind zum einen ererbte Faktoren wie z.B. die Neigung zur Entwicklung von Sommersprossen, die Gesamtzahl vorhandener größerer Muttermale oder das Vorhandensein atypischer Muttermale, aber auch äußere Faktoren wie z.B. die Anzahl bisheriger schwerer Sonnenbrände.

Sonnenbrände in der Kindheit gelten als bedeutender Risikofaktor für eine mögliche spätere Erkrankung an einem schwarzen Hautkrebs, da das Hautkrebsrisiko bereits in Kindheit und Jugend angelegt wird. Die starke Zunahme der Oberhautkrebse wie auch des pigmentierten Hautkrebses (malignes Melanom) ist zu einem großen Teil durch vermehrte Sonneneinstrahlung im Kindes- und Jugendalter zu erklären. Hier stehen Urlaube in südlichen Ländern ganz im Vordergrund.

Um der Entstehung eines malignen Melanoms vorzubeugen, sollte daher schon in jungen Jahren konsequenter Schutz vor UV-Strahlung betrieben werden. Eltern tragen hierbei eine hohe Verantwortung für ihre Kinder, da die Haut von Kindern gegenüber UV-Strahlung besonders empfindlich ist.

Gedächtnislichtschaden

Doch auch Erwachsene haben bei andauernder Sonneneinstrahlung mit einer Erhöhung des Hautkrebsrisikos zu rechnen. Insbesondere die im Alter auftretenden Oberhautkrebse entstehen durch jahrzehntelange Sonneneinstrahlung.

Für das Risiko der Entstehung eines Basalioms oder Plattenepithelkarzinoms ist weniger die Zahl der Sonnenbrände maßgeblich als vielmehr der so genannte kumulative Lichtschaden der Haut. Unter kumulativem Lichtschaden versteht man den Gedächtnislichtschaden, der sich im Laufe von Jahrzehnten ansammelt.

Solarium

Vorbräunung im Solarium bietet nur einen geringen Schutz. Die meisten Röhren strahlen nur UVA-Strahlung ab. Durch diese wird jedoch eine andere Pigmentverteilung erzielt als durch natürliches Sonnenlicht. Häufige Solariumsbesuche erhöhen zusätzlich die kumulative UV-Dosis der Haut rasant und erhöhen das Risiko für chronische Lichtschäden. Daher können zum Beispiel zahlreiche Solariumsbesuche das Risiko, später an einem Basaliom zu erkranken, weitaus deutlicher erhöhen als ein einzelner Sonnenbrand.

Sonnenbrände vermeiden!

Einen absoluten Schutz vor Hautkrebs gibt es nicht. Durch einige Verhaltensregeln kann das Risiko jedoch entscheidend gesenkt werden. Ein wirksamer Schutz vor Sonnenbrand ist insbesondere für die ungebräunte Haut erforderlich, die durch UV-Licht sehr schnell Schaden nehmen kann. Deshalb sollte man wissen, welchen Hauttyp man hat und welche Sonnenzeiten die Haut vertragen kann. Eine langsam und kontinuierlich gebräunte Haut kann UV-Strahlen sehr viel besser ertragen als die ungebräunte Haut.

Allgemein ist von ausgiebigen Sonnenbädern abzuraten. Im Sommer sollte man sich insbesondere zur Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht, nicht der prallen Sonne aussetzen. Günstiger ist es, sich im Schatten aufzuhalten. Zu beachten ist, dass aber auch dort die UV-Strahlung sehr intensiv sein kann, insbesondere in südlichen oder tropischen Urlaubsländern. Allgemein ist es empfehlenswert, im Badeurlaub und auch zu Hause leichte Kleidung zu tragen, die mit langen Ärmeln und Hosenbeinen bzw. mit einem langen Rock die UV-Strahlung von der Haut abhält. Das Gesicht kann mit einem Sonnenhut geschützt werden.

Sonnenschutzmittel

Zusätzlich sollte auf Gesicht und alle weiteren, nicht von der Kleidung bedeckten Körperregionen ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden. Für eine optimale Wirkung sollte man sich schon etwa eine halbe Stunde vor einem Sonnenbad eincremen. Dabei ist zu beachten, dass manche Sonnenschutzmittel zwar die UVB-, nicht aber die ebenfalls krebsauslösende UVA-Strahlung filtern. Achten Sie darauf, immer ein Sonnenschutzpräparat auszuwählen, das sowohl vor UVB-Strahlung als auch vor UVA-Strahlung in etwa der gleichen Intensität schützt.

Bei Kindern sollten besonders wirksame Sonnenschutzmittel eingesetzt werden, wenn sie der direkten Sonneneinstrahlung, z.B. am Strand, ausgesetzt sind. Zu bevorzugen sind hier Lichtschutzfaktoren zwischen 20 und 30, die sowohl einen Schutz gegen UVA-Strahlung als auch gegen UVB-Strahlung gewährleisten. Dabei sollte auch darauf geachtet werden, dass diese Lichtschutzpräparate wasserfest sind und das Eincremen mehrfach täglich wiederholt wird.

ABCDE-Regel

Es ist möglich, Hautkrebs schon in einem frühen Stadium selbst zu erkennen. Eine Selbstuntersuchung ist besonders wichtig für Menschen, die oft der Sonne ausgesetzt sind oder viele Muttermale oder andere Risikofaktoren aufweisen, an einem Hauttumor zu erkranken. Verdächtig sind Hautveränderungen, die die so genannte ABCDE-Regel erfüllen:

  • Asymmetrie
  • unscharfe Begrenzung
  • ungleichmäßige Farbe (Colour)
  • Durchmesser größer 5 mm
  • Erhabenheit fühlbar

Werden Hautveränderungen gefunden, sollte möglichst bald ein Arzt aufgesucht werden. Eventuell kann eine fotografische Dokumentation angelegt werden, um bei den Kontrolluntersuchungen Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Falls der Hauarzt dabei feststellt, dass bei einzelnen Pigmentmalen die Entwicklung zum dysplastischen Nävuszellnävus (Pigmentmal mit auffälliger Struktur) fortschreitet, kann die betreffende Hautveränderung rechtzeitig vor der Entstehung eines malignen Melanoms entfernt werden.