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Kondome

Kondome – von Fischblasen zu Hightech-Kautschuk

Die Geschichte des Kondoms ist schon sehr alt, denn das Problem der Empfängnisverhütung gibt es nicht erst seit gestern. So kam man auf die verschiedensten Ideen, das ungewollte Leben zu vermeiden.

Bis vor wenigen Jahrzehnten waren die meisten Empfängnis verhütenden Methoden nicht besonders erfolgreich, aber seit der Erfindung der Antibabypille ist ja alles so einfach geworden. Aus aktuellem Anlass dient das Kondom inzwischen aber nicht mehr nur der Verhütung, sondern auch als Schutz vor Geschlechtskrankheiten, insbesondere vor HIV.

Die Geschichte des Kondoms

Angeblich gab es einen Arzt am Hofe des englischen Königs Charles II. (1660-1685), der Dr. Condom hieß und so den Namen geprägt hat. Hundertprozentig ist dies jedoch nicht bestätigt. Kondome gab es aber schon sehr viel länger. Schon die alten Griechen haben Ziegenblasen zweckentfremdet und um 1200 v. Chr. dem kinderlosen Sex gefrönt.

1554 hat der italienische Arzt Gabrielle Fallopio medikamentös behandelte Leinensäcke empfohlen, die gegen die Ansteckung durch Syphilis schützen sollten. Die Verhütung und der Tragekomfort stand jedoch eher an zweiter Stelle.

Später gab es dann den besagten Herrn Condom, der die Idee mit den Schafsblinddärmen und Fischblasen gehabt haben soll.

Im 18. Jahrhundert zur Zeit des berühmten Casanova wurden die Kondome alle handgefertigt und in verschiedenen Luxusausführungen angeboten. Zum Teil waren sie sogar mit Samt gefüttert. Ob das wohl bequem war?

Aufgrund des hohen Anschaffungspreises und der langen Lieferungszeiten hat man damals die Kondome tatsächlich mehrmals benutzt. Sie wurden gewaschen, geflickt, getrocknet und erneut verwendet. Einen der ältesten Kondome aus einer Fischblase hat man in einem Waschhaus eines Walisischen Schlosses gefunden. Seine Herkunft wird auf das 13. Jahrhundert geschätzt.

Problem dieser Tierprodukte (also der Därme und der Blasen) war jedoch nicht nur die ekelige Vorstellung, sondern, dass sie zwar vor Schwangerschaft, aber nicht vor Krankheit schützten. Das bedeutete, dass die Bakterien bzw. die Viren durch die Zellwände diffundieren konnten und es zur Ansteckung kam. In der Schweiz werden die Tierdärme unglaublicherweise noch heute verkauft!

Na ja, zurück zu alten Zeiten. Charles Goodyear, den man von den Autoreifen her kannte, brachte im 19. Jahrhundert Kondome aus Gummi bzw. Kautschuk auf den Markt, die ihren Kollegen, den Autoreifen Konkurrenz machten, denn sie waren einen bis zwei Millimeter dick und hatten eine unbequeme Längsnaht.

Der Durchbruch kam erst mit der hauchdünnen Herstellung der Kondome durch Julius Fromm, der uns auch heute noch ein Begriff ist. Er perfektionierte die Idee der Gefühlsechtheit und stellte Kondome her, die durch mehrmaliges eintauchen eines Glaskolben in die Kautschuklösung entstanden. Dadurch haben die Kondome keine Naht mehr und konnten ein Reservoir vorzeigen.

Kondome heute

Das zeitgenössische Kondom ist günstig, hat Tragekomfort, schützt und ist dazu auch noch kompostierbar. Ja, tatsächlich, es ist kaum zu glauben, wenn man sich diese synthetischen, mit allem Möglichen beschichteten Dinger ansieht, aber ein Kondom zerfällt zu Humus. Wie umweltfeundlich!

Dabei ist ein Kondom auch bei richtiger Anwendung recht sicher. Dafür gibt es natürlich eine Statistik, die sich Pearl-Index nennt und so funktioniert:

Kondome haben einen Pearl-Index von 3 bis 5. Dies bedeutet, dass in einem Jahr von 100 Frauen, die alle nur mit Kondomen verhütet haben, drei bis fünf schwanger werden. Somit liegt das Kondom vor dem Koitus interruptus, der hat nämlich den Wert 25. Die Pille dagegen ist schon sicherer, was von der regelmäßigen Einnahme abhängt. So variiert der Pearl-Index hier zwischen 0,1 und 3.

Es geht in der Zeit des One-Night-Stands und des moralischen Verfalls nicht mehr nur um die Verhütung. Ganz klar: HIV! Die Angst, sich anzustecken, bewegt nicht nur die deutschen Schlafzimmer oder Diskotoiletten. Beruhigend zu wissen, dass der Virus–Kondom-Test positiv gelaufen ist und das gefährliche Virus auch nach einer Stunde noch im Kondom steckt und nicht in die Wände wandert.