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Geruch

Der Duft der Männer...

Sei es in der U-Bahn unter der Achselhöhle eines Geschäftsmannes oder beim Kuscheln an der Seite des Auserwählten – immer wieder stellt man fest: Oh mein Gott, der stinkt ja unerträglich!

Das ist ein Problem, welches eigentlich schnell behoben sein könnte, aber dem man trotzdem immer wieder begegnet. Scheitert der Wohlgeruch an der regelmäßigen Hygiene, oder ist es ganz natürlich? Eigentlich egal, stinken will doch niemand.

Der erste (schlechte) Eindruck

Denn wie man weiß, ist der Geruch eines Menschen oft ausschlaggebend für Sympathieempfinden oder Ekel, gerade, wenn es um den so genannten ersten Eindruck geht. Da macht sich ein ausgeprägter Männerschweiß- oder Knoblauchgeruch einfach nicht so gut.

Wie ausschlaggebend das Riechen oder der Duft des Menschen wirklich sein kann, sieht man daran, dass die Riechbahn, welche die Informationen von der Nase zum Gehirn weiterleitet, kaum umgeschaltet wird, sondern direkt ins limbische System führt. Vom diesem System können, soweit man das heute beurteilen kann, Trieb- und Instinkthandlungen ausgelöst und beeinflusst werden.

Das gesamte limbische System ist wesentlich für die affektive Tönung des Gesamtverhaltens, für emotionale Reaktionen (z.B. Wut, Furcht, Zuneigung) und spielt wahrscheinlich auch eine Rolle für die Gedächtnis- und Lernfunktion des Gehirns.

Wer kennt das nicht?

Durch einen Geruch, z.B. einer bestimmten Pflanze, fühlt man sich an eine bestimmte Situation erinnert, die es sonst nur im Urlaub gab. Gleich kommt diese Assoziation auf, und in diesem Fall ist sie äußerst positiv.

Genauso gut kann es umgekehrt sein. So kann ein bestimmtes Aftershave den verhassten Ex-Freund auftauchen lassen. Man kann sich daher vorstellen, dass Gerüche einen sehr großen Anteil an der Beurteilung eines Menschen oder einer Situation haben. Aber was kann man tun, wenn man häufig duscht und trotzdem viel schwitzt?

Wozu wird Schweiß überhaupt vom Körper produziert?

Die Schweißabsonderung dient der Konstanthaltung der Körpertemperatur. Als Ursache für übermäßige Schweißproduktion kann man psychischen Stress, körperliche Anstrengung oder Krankheit nennen. Der ausgetretene Schweiß wird von Körperbakterien zersetzt, dies führt zum typischen Schweißgeruch.

Normalerweise ist das Schwitzen auf bestimmte Körperregionen, meist Achselhöhlen, Handflächen und Füße beschränkt, kann aber auch den ganzen Körper betreffen. Außer einer zu hohen Außentemperatur und zu warmer Kleidung kommen eine ganze Reihe von Ursachen für übermäßiges Schwitzen in Betracht:

  • Nervosität, Angst, Stress
  • Körperliche Anstrengung, z.B. Sport, Gartenarbeit
  • Übergewicht
  • Fieber
  • Unterzuckerung bei Diabetikern
  • Alkohol- oder Drogenentzug
  • Hormonelle Umstellung: Menstruation, Schwangerschaft, Stillzeit oder Wechseljahre
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Schwere Erkrankungen, z.B. Herzinfarkt, Blinddarmdurchbruch
  • Einnahme bestimmter Medikamente, z.B. Acetylsalicylsaeure, Schilddrüsenpräparate

Antitranspirantien

Was kann man also tun, außer sich regelmäßig zu waschen und ein Deo zu benutzen? Eine Möglichkeit liegt in der Verwendung von Antitranspirantien – das sind Puder, Cremes oder Lösungen (z.B. mit Aluminiumverbindungen oder mit Methenamin), die die Schweißbildung hemmen, indem sie die Schweißdrüsen zusammenziehen.

Antitranspirantien sind nicht schädlich, solange man sie nicht zu großflächig aufträgt. Von innen kann man die Schweißbildung mit Salbeitee oder Salbeidragees etwas reduzieren, denn auch Salbei hat eine zusammenziehende Wirkung auf die Schweißdrüsen.

Körperbehaarung reduzieren

Was auch Wunder wirkt und sogar einen zusätzlichen, ästhetischen Aspekt beinhaltet, ist die Kürzung von den geruchsintensiven Körperhaaren. So betört man nicht nur die Nase, sondern macht auch den Augen klar, dass man einfach zum Anbeißen ist! Aber Vorsicht: Zuviel Seife oder Eau de toilette kann auch die Sinne verstimmen.

Studien haben gezeigt, dass 67 Prozent, vor allem Frauen, schon mal an Kleidungsstücken schnüffeln, um sich an den Partner zu erinnern oder gut einzuschlafen. Am häufigsten gewählt werden Teile, die dicht am Oberkörper getragen werden, z.B. T-Shirts oder Unterhemden. Man kann also nicht verleugnen, dass ein bestimmter "Männer-Geruch" durchaus erwünscht ist.