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Unfallgefahr

Schwerpunkt Haushalt - Gefahren lauern häufig in der Küche

Wer an Unfälle denkt, hat meist den gefährlichen Arbeitsplatz oder den Straßenverkehr vor Augen. Die Gefahr, sich im Haushalt zu verletzen, wird vielfach unterschätzt. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich bei der Haus- und Gartenarbeit, beim Kochen oder Heimwerken eine tiefere Wunde zuzufügen. Rund fünf Millionen Heim- und Freizeitunfälle gibt es im Jahr. Dabei sind Bagatellverletzungen noch gar nicht mitgezählt.Gefährliche Allesschneider: Rund 2,7 Millionen dieser Unfälle passieren direkt im Haushalt. Gefährlich ist zum Beispiel die Küche: Denn hier verletzen sich pro Jahr immerhin rund 220.000 Deutsche beim Zubereiten von Mahlzeiten.
Ob Allesschneider, Gemüsehobel oder Messer - die Gefahrenquellen beim Kochen sind vielseitig, wie eine Untersuchung im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ergab. Am häufigsten sind Verletzungen mit scharfen oder spitzen Gegenständen. Erwerbstätige verletzen sich übrigens häufiger als Vollzeit-Hausfrauen und Hausmänner - ob aufgrund mangelnder Praxis oder mehr Hektik beim Arbeiten, wurde nicht erfragt.

Wenn im Haushalt ein Unfall passiert, reicht bei kleinen Verletzungen ein hautfreundliches Pflaster oder ein Wundschnellverband. Kleine Schürfwunden sollte man einfach offen trocknen lassen. Größere Wunden müssen mit einer Kompresse abgedeckt und mit einer Mullbinde fixiert werden. Riss- und Schnittwunden, die stark bluten, gilt es immer ärztlich versorgen zu lassen.
Gerade bei tiefen Schnitten ist es wichtig, möglichst rasch ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch sollte man darauf achten, dass keine hässlichen Narben für ein Leben lang zurück bleiben. Gegen störende und auffallende Narben kann man jetzt viel tun, zum Beispiel mit einem Silikon-Gel. Direkt nach der Wundheilung wird es zweimal täglich dünn auf die betroffene Stelle aufgetragen. 'Silikon-Gel kann die Wiederherstellung der verletzten Hautoberfläche gerade an Stellen wie Gesicht, Hals oder stark bewegten Gelenken unterstützen', so Dr. Janken Gautsch, Fachärztin für Plastische Chirurgie in München. Bereits nach 3-6 Monaten zeigen sich erste positive Veränderungen: Die Narben werden flacher, weicher und heller. Auch Juckreiz, Spannungsgefühl und Druckschmerz lassen nach. Das Silikon-Gel Dermatix ist in der Apotheke erhältlich.

(Quelle: djd/pt; Foto: djd/Valeant)