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Asthma

Asthma erkennen und behandeln

Asthma ist eine Erkrankung der Atemwege. Bei einem Asthmaanfall kommt es zu plötzlicher Atemnot, begleitet von einem pfeifenden Atemgeräusch und einem quälenden Hustenreiz.

Der Patient verspürt eine Enge in der Brust. Seine unteren Luftwege sind verkrampft, seine Bronchialschleimhaut ist geschwollen und bildet vermehrt einen zähflüssigen Schleim. Vor allem das Ausatmen wird durch diese Vorgänge beim Asthmaanfall erheblich erschwert, so dass sich die Lungen überblähen und die Luft weder rein noch raus kann. Bei einem schweren Anfall kann das Gesicht rötlich-blau anlaufen.

Die Ursachen von Asthma

Asthma kann verschiedene Ursachen haben. Man unterscheidet das rein allergische Asthma, das vor allem bei Kindern und Jugendlichen vorkommt, das nicht-allergische Asthma (ausgelöst durch Infektionen, Anstrengung, bestimmte Schmerzmedikamente, physikalische und chemische Reize, Rauchen, ...) und Mischformen aus allergischem und nicht-allergischem Asthma, die den größten Teil beim erwachsenen Asthmatiker ausmachen. Beim allergischen Asthma sind meist Pollen, Tierhaare und Hausstaub die Auslöser.

Richtiges Verhalten beim Asthmaanfall

  • Versuchen Sie möglichst, ruhig zu bleiben! Denn bei Aufregung kann durch vermehrte Ausschüttung bestimmter Hormone der Anfall verschlimmert werden.
  • Tragen Sie Ihre Medikamente immer bei sich und nehmen Sie diese wie verordnet ein.
  • Aufrecht hinsetzen (nicht flach hinlegen!)
  • Atemfrequenz beruhigen
  • Mit zusammen gepressten Lippen ausatmen, um Bronchialkollaps entgegenzuwirken
  • Nehmen Sie an einer Patientenschulung teil!

Wie Ihr Arzt helfen kann

Ihr Arzt ist auf Ihre Angaben angewiesen, da die Anfälle ja meistens in seiner Abwesenheit auftreten. Er kann die Ursache der Erkrankung feststellen und medikamentös angehen, indem er Mittel gegen Entzündungen der Atemwege (z.B. Antibiotika) oder Allergien (z.B. Cromoglicinsäure) einsetzt. Er kann die Symptome des Asthmas mit Schleim lösenden, Bronchien erweiternden und Schleimhaut abschwellenden Medikamenten (Kortison, Theophyllin, Beta2-Sympahomimetika etc.) bekämpfen und so den akuten Anfall aufhalten. Er kann Ihnen wichtige Hinweise zur Risikoverminderung und richtigem Verhalten geben (Patientenschulung).

Was Sie selbst tun können

  • Gehen Sie als Asthmatiker regelmäßig zu Ihrem Arzt – vor allem dann, wenn Symptome neu auftreten oder zunehmen.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Arzt genau beraten, wie Sie sich bei Anfällen verhalten sollen. Fragen Sie Ihn auch nach Möglichkeiten zur Risikovermeidung und Vorbeugung.
  • Wenn Sie Raucher sind, dann gewöhnen Sie sich das Rauchen ab. Es kann Ihre Erkrankung erheblich verschlimmern.
  • Tauschen Sie Erfahrungen mit anderen Asthmakranken aus (zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe).
  • Haben Sie allergisches Asthma, dann lassen Sie sich austesten, auf welche Allergene Sie reagieren, und versuchen Sie, den Kontakt damit möglichst zu vermeiden. Ihr Apotheker kann Ihnen hier wertvolle Informationen vermitteln. Beachten Sie vor allem bei asthmakranken Kindern, dass ihre Allergie ordentlich behandelt wird. Schaffen Sie ein allergenarmes Umfeld (Allergiker-Bettwäsche, Staubsauger mit Spezialfilter, staubarme Umgebung etc.).
  • Machen Sie Urlaub in Gebieten mit hoher Luftqualität und ohne Allergenbelastung. Aufenthalte am Meer ( z.B. Nord- oder Ostsee) oder im Hochgebirge (z.B. Alpen) bieten sich hier an. In dieser Umgebung wird Ihr Körper ganzheitlich gestärkt durch die anderen Umgebungsreize, und die bessere Luftqualität trägt zur Verbesserung der Atemwege bei.
  • Auch Solebäder, Brustguss und die Sauna sind anerkannte Verfahren aus der Naturheilkunde, die sich positiv auf Erkrankungen wie Asthma auswirken.

Haben Sie Fragen zu Asthma, kommen Sie doch mal in Ihrer Apotheke vorbei. Dort geben wir Ihnen gern noch weitere Informationen an die Hand!