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Alles andere als putzmunter

Schlafstörungen und Leistungstiefs

Schlaf wirkt Wunder. Doch wie wichtig die nächtliche Erholung ist, wird vielen Menschen erst bewusst, wenn sie keinen Schlaf finden. Tagesmüdigkeit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsprobleme sind die Folgen. Die Ursachen können auch in der Schilddrüse liegen, denn Funktionsstörungen und autoimmune Erkrankungen des kleinen Organs beeinträchtigen den Schlaf und können die Tagesform spürbar einschränken. Während Einschlafprobleme auf eine Schilddrüsenüberfunktion mit überschießender Hormonproduktion hindeuten, weisen andauernde Müdigkeit und Erschöpfung häufig auf eine zu geringe Hormonproduktion hin.

Rund 30 Prozent der Deutschen leiden nach Angaben der Schilddrüsen-Liga e. V. unter krankhaften Veränderungen der Schilddrüse. Und laut Robert Koch-Institut verdoppelt sich das Erkrankungsrisiko ab einem Alter von 40 Jahren. Doch die wenigsten wissen davon und lediglich 5,5 Prozent der Betroffenen werden gezielt behandelt. Schleichende Verläufe und unklare Beschwerden erschweren die Diagnose. Auch die Suche nach der Ursache ist häufig langwierig. Neben Veranlagung und hormonellen Veränderungen können Immundefekte, Allergien, Stress oder Selenmangel hinter den Funktionsstörungen stecken.

Selen trägt maßgeblich zu einer normalen Funktion der Schilddrüse bei. Das essenzielle Spurenelement kann für die Bereitstellung des aktiven Schilddrüsenhormons sorgen und das Schilddrüsengewebe vor oxidativer Zerstörung schützen. So kommt Selen sowohl bei der Prävention als auch bei der Behandlung von Über- oder Unterfunktionen und Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow und Endokriner Orbitopathie eine wichtige Bedeutung zu. Wie unter anderem eine aktuelle Meta-Analyse zu Studien mit Hashimoto-Thyreoiditis-Patienten belegt, lassen sich mit täglich 200 Mikrogramm Selen in Form von Natriumselenit Defizite ausgleichen und die Lebensqualität spürbar verbessern.

(Quelle: djd/ pt; Foto: djd/ /thx/cefasel)