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Naturheilkunde

Naturheilkunde – ein Überblick

Die Beschwerden sind seit Jahren die gleichen. Einige Ärzte haben bereits versucht, das Leiden mit verschiedensten Therapien zu lindern, und Medikamente brachten keinen einschlagenden Erfolg. Wem es so oder ähnlich geht, scheut in der Regel nicht den Besuch eines Homöopathen. Viele niedergelassene Schulmediziner sollten das als ernst zu nehmende Kritik auffassen.

Die Naturheilkunde ist Jahrtausende alt. Mit ihren verschiedenen Medizinrichtungen bleibt sie immer der Paracelsus-Philosophie treu, die besagt, dass immer der ganze Mensch zu behandeln sei. In der chinesischen Medizin wird die Diagnose zum Beispiel über Betrachten, Betasten und Befragen erstellt. Die Regelmäßigkeit des Pulses spielt bei der Anamnese eines asiatischen Arztes eine ebenso große Rolle wie das Aussehen der Zunge des Patienten. Viel Erfahrung lässt die Ärzte Befund und Symptome wie unruhigen Schlaf und Stimmenklang zu einem Gesamtbild ihres Gegenübers zusammensetzen, das sie gesamtheitlich heilen.

Bei der Therapie ist in der Homöopathie immer die Mitarbeit des Patienten erforderlich. Die Methoden müssen langfristig angelegt werden. Trotz aller positiven Aspekte können auch die alternativen Therapien versagen. Wo Naturheilkunde nicht mit Schulmedizin kombiniert ist, lauern oft auch Quacksalber auf mögliche Patienten. Seien Sie daher vorsichtig, und informieren Sie sich über wirklich gute Ärzte. Niemand sollte sich in der Sicherheit wähnen, pflanzliche Medikamente würden niemals schaden.

Naturheilverfahren im Überblick

Aderlass:
Bis zu einem Liter Blut kann aus einer Vene abgelassen werden, um zum Beispiel Patienten mit einer Herzinsuffizienz zu helfen. Durch den Blutverlust muss der Körper neue Blutkörperchen bilden, das Blut wird gereinigt.

Schröpfen:
Bei Schröpfen mit Glaskugeln wird an bestimmten Körperstellen ein Unterdruck erzeugt. Das Blut wird angesaugt und in ein bestimmtes Areal abgeleitet.

Blutegeltherapie:
Blutegel haben denselben Effekt wie der Aderlass. Sie werden für eine bis drei Stunden auf die Haut gesetzt, so dass mit ihnen Blut lokal abgezogen werden kann – zum Beispiel bei Thrombosen, wenn es zu Blutstauungen im Unterschenkel kommt.

Chiropraktik:
Mit dieser manuellen Therapie mit ruckartigen Bewegungen lassen sich zum Beispiel Blockaden der Wirbelsäule lösen. Sie dient zur Entspannung und Mobilisierung.

Traditionelle chinesische Medizin:
Zu dem Jahrtausende alten Medizinsystem gehören unter anderem Therapieformen wie Akupunktur und die Massageart Tuina.

Die Akupunktur, die Therapie mit den Nadeln, geht auf den Arzt Huang Nei Jiing, der um 200 vor Christus lebte, zurück. Die Nadeln werden in festgelegte Punkte der Körperoberfläche gestochen und regen den Energiefluss an.

Anthroposophische Medizin:
Rudolf Steiner entwickelte diese Art der Medizin. Den Mensch unterteilt sie in vier Wesensglieder: physischen Leib (den sichtbaren Körper), Ätherleib (Summe der Lebenskräfte), Astralleib (Seelenleib) und das eigene Ich (das Bewusstsein von sich selbst). In der anthroposophischen Medizin werden Medikamente aus Pflanzen- und Tierprodukten verwandt, Körper- und Gesprächstherapie spielen eine große Rolle.