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Magnetresonanztherapie

Um gesund zu sein, braucht der Mensch ausreichend Energie

Schon in der Antike nutzten die Griechen die Heilkraft der Magneten. Sie versuchten so, Schmerzen verwundeter Soldaten oder die Menstruationsbeschwerden der Frauen zu lindern. Lange Zeit war diese Heilmethode in Vergessenheit geraten, doch jetzt erleben die heilenden Magneten eine Renaissance. Weltweit werden mittlerweile über fünf Milliarden Dollar mit dem Umsatz von Heilmagneten erzielt, die meisten davon werden in den USA verkauft. Doch auch in Deutschland wächst ihre Anhängerschaft. Durch die Magnettherapie sollen der Zellstoffwechsel gefördert und Schmerzen gelindert werden.

Anwendungsmöglichkeiten

Vor allem bei chronischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Hexenschuss oder Rheuma verspricht die Magnettherapie Linderung. Auch bei Verletzungen und Schmerzen an Gelenken, Sehnen und Bändern wird sie angewendet. Sogar bei Tinnitus, Allergien, Asthma und Bronchitis werden Erfolge versprochen.

Nicht angewendet werden sollte sie bei allen Krankheiten, die durch Operationen behandelt werden können und sollen. Für Träger von Herzschrittmachern und elektronischen Implantaten ist diese Therapie ebenfalls nicht geeignet, da die Funktion der Geräte gestört werden kann. Geschlechtskrankheiten und Infektionen können durch Magnettherapie nicht geheilt werden. Während der Schwangerschaft sollte man von der Magnettherapie keinen Gebrauch machen, da mögliche Auswirkungen auf das ungeborene Kind bisher nicht ausreichend untersucht sind. Auch über dem Herzen und am Kopf ist die Anwendung starker Magnetfelder nicht angezeigt.

Da die Heilkräfte der Magnetfelder noch nicht ausreichend belegt und untersucht sind, sollte man sich in der Behandlung schwerer oder sogar lebensbedrohlicher Krankheitsbilder auf keinen Fall allein auf diese Therapie verlassen! Sprechen Sie auf jedem Fall mit Ihrem Arzt und informieren Sie sich, ob bei Ihrem Beschwerdebild eine zusätzliche Therapie mit Magnetfeldern versucht werden kann.

Elektromagnetische Spulen

Die Geräte für die Magnetfeldtherapie sehen sehr unterschiedlich aus. Die elektromagnetischen Spulen können in Kissen oder Matten untergebracht sein, die der Erkrankte unter den betreffenden Körperteil legt. Oder der Patient legt sich auf Matten, die die volle Körperlänge haben. Auch Röhren und Ringe werden angeboten. Mit Hilfe einer angeschlossenen Steuerelektronik kann der Therapeut verschiedene Frequenzen und Feldstärken anbieten. Auf diese Weise soll so gut wie möglich auf unterschiedliche Krankheiten und Störungen eingegangen werden können.

Wirkungen der Magnetfeldtherapie

Während der Anwendung kann ein Kribbeln und Wärmegefühl in verschiedenen Körperteilen (besonders in Armen und Beinen) und in den erkrankten Gebieten auftreten. Diese Empfindungen sind jedoch auf die Zeit der Anwendung begrenzt und meistens sogar angenehm.

Für die Wirkung der Magnettherapie werden zahlreiche Gründe angeführt, deren wissenschaftliche Untersuchung zum Teil noch aussteht. Magnettherapie kann zu einer Aktivierung des Stoffwechsels führen. Dadurch sollen Entzündungen und Schmerzen gemindert werden. Durch eine Anregung der Durchblutung und des Lymphabstroms soll die Regeneration gefördert werden. Insbesondere bei Entzündungen und rheumatischen Erkrankungen, aber auch nach Verletzungen, Knochenbrüchen oder Operationen soll die Magnettherapie zu einer Förderung der körpereigenen Abwehr und Selbstheilungsregulationen beitragen. Die Linderung akuter und chronischer Schmerzzustände soll teils über direkte Wirkung auf das Nervensystem, teils durch die lokale Wirkung am Ort der Schädigung zustande kommen.

Die Magnetfeldtherapie kann in manchen Fällen Schmerzmedikamente überflüssig machen oder zumindest eine Dosisverringerung zulassen, was bei der Langzeittherapie von chronischen Schmerzen von großer Bedeutung sein kann. Die Magnettherapie soll eine schnellere Regeneration der Haut bewirken – eine Wirkung, die man zuerst nach kosmetischen Operationen beobachtete, inzwischen aber auch bei verschiedenen Hautleiden einsetzt. Da die Haut zu den Abwehrorganen gehört, ist mit einer gesunden Haut auch eine bessere Abwehrlage verbunden. Durch Harmonisierung des Nervensystems und der Psyche kann die Therapie bei Nervosität und Depressionen eingesetzt werden.

Schädliche, unerwünschte Wirkungen wurden bislang nicht beobachtet. Heilmagneten werden in Stärken von 300 bis 5000 Gauß eingesetzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte solche statischen Magnetfelder bis zu einer Stärke von 20 000 Gauß für gesundheitlich unbedenklich.

Wissenschaftliche Expertenmeinungen

Bei dem in den letzten Jahren nicht zu übersehenden Kult um die Magnetfeldtherapie sollte nicht übersehen werden, dass diese weiterhin in der „Schulmedizin“ umstritten ist. Viele Experten verweisen auf die unzureichenden Studien, die den heutigen Qualitätsansprüchen oft nicht genügen. In den USA wurde an 20 Patienten mit Rückenschmerzen ein Magnetpflaster gegen ein Pflaster ohne Magnet getestet, und es ergab sich kein Unterschied zwischen den Gruppen. In einer anderen Untersuchung an 24 Patienten ergab sich eine deutliche Besserung von Schmerzen an den Füßen von diabetischen Patienten nach Therapie mit einer magnetischen Einlegesohle.

Viele der vorhandenen Studien sind wenig aussagekräftig, da nur sehr kleine Patientengruppen untersucht wurden, was zu gegensätzlichen Ergebnissen führte. Auch fehlen bisher eindeutige experimentelle Ergebnisse zum genauen Wirkungsmechanismus der Magnetfelder.

Selbst bei nachweisbaren Erfolgen durch Magnettherapie ist es jedoch fahrlässig, zu glauben, man könne um notwendige Operationen ohne weiteres herumkommen. Hier sollten Schulmediziner, Naturheilmediziner und eventuell Experten, die die Magnetfeldtherapie anwenden, zusammenarbeiten.