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Allergietipps

Tipps und Tricks für den Alltag eines Allergikers

Wer nach dem Essen manchmal ein Kratzen im Hals oder Hautausschläge feststellt, leidet womöglich unter einer Nahrungsmittelallergie. Da es eine Vielzahl von Nahrungsallergenen gibt, die sich im Rahmen eines Screeningtests nicht alle erfassen lassen, ist zunächst der mündige Patient gefragt.

Durch bewusstes Essen, unter Umständen sogar durch Führen eines Speisentagebuchs mit einem Vermerk, ob und welche Symptome aufgetreten sind, lässt sich oft schon ein konkreter Verdacht auf das auslösende Allergen finden. Das macht die Diagnostik natürlich viel einfacher.

Sind die allergieauslösenden Nahrungsbestandteile erst einmal bekannt, so müssen sie konsequent gemieden werden. Das ist nicht immer einfach, da viele Stoffe, die zu einer Allergie führen können, nicht auf den entsprechenden Produkten deklariert werden. Im Zweifelsfall gilt: unbekannte Speisen lieber meiden.

Heuschnupfen: Wie halte ich Pollen von mir fern?

Um die Konfrontation mit den Pollen, gegen die die Allergie besteht, meiden zu können, muss der Allergiker diese zunächst einmal kennen. Wichtig ist deshalb die Diagnostik, die der Arzt betreibt, um das Allergen zu identifizieren. Anhand von Pollenflugkalender und den Bekanntmachungen in Zeitungen, Radio und Fernsehen sowie der unterschiedlichen telefonischen Informationsdienste kann man dann bei starkem Aufkommen „seiner“ Pollen die frische Luft meiden, Fenster und Türen geschlossen halten und vor allem sportliche Aktivitäten in der Natur unterlassen.

Selbstverständlich muss auch ein Pollenallergiker mal an die frische Luft. Da sich die Pflanzenpollen vor allem in den Haaren festsetzen, wird empfohlen, abends zu duschen und die Haare gründlich auszuspülen. So vermeidet man schlaflose Nächte, weil man sich die Pollen nicht noch selbst ins Kopfkissen streut.

Beim Autofahren sollten die Fenster geschlossen und die Lüftung ausgeschaltet bleiben. Da die Pollen vor allem in der warmen Jahreszeit fliegen, gereicht solch eine Autofahrt dann nicht immer zum freudigen Erlebnis. Abhilfe schaffen hier spezielle Pollenfilter, die von unterschiedlichen Firmen, zum Teil in Kombination mit einer Klimaanlage, angeboten werden.

Wenn der Urlaub in die Zeit des Pollenflugs fällt, empfiehlt sich die Meeresküste als Reiseziel. Der Seewind transportiert nämlich so gut wie gar keine Pollen – verständlich, denn wo sollten sie auf dem Meer auch wachsen?

Parkett statt Teppich: Wohnen und leben mit Allergien

Liegt eine Allergie gegen den Kot von Hausstaubmilben vor, kann es sehr entscheidend für die Lebensqualität sein, ob der Wohnraum dieser Allergie angepasst ist oder nicht. Hausstaubmilben fühlen sich überall dort wohl, wo es warm und feucht ist, und ernähren sich hauptsächlich von Hautzellen, die jeder von uns in für Milben überaus reichhaltiger Form abschilfert. Will man die Milben loswerden, so muss man ihnen den Lebensraum entziehen. Wie der Name Hausstaubmilbe schon erahnen lässt, finden sich diese Milben überall, wo es Staub gibt; für den Allergiker relevant ist aber vielmehr, dass sich der Kot dieser mit den Spinnen verwandten Tierchen mit dem Staub in der Luft verteilt. Und der Kot ist es, gegen den sich die meisten Hausstauballergien richten. Die Schlussfolgerung aus all dem ist simpel: Die Wohnung muss staubfrei gehalten werden.

Dass das nicht so ganz einfach, genauer ausgedrückt unmöglich ist, leuchtet ebenso schnell ein. Trotzdem gibt es wirkungsvolle Methoden, die Staub- und Milbenbelästigung so gering zu halten, dass die Allergie nicht auftritt oder zumindest wesentlich gemildert wird.

Viele dieser Maßnahmen sind teuer, die wenigsten werden von den Krankenkassen übernommen. So tut es Not, die geplanten Maßnahmen nicht nur mit der Schwere der Allergie, sondern auch mit dem eigenen Geldbeutel abzuwägen. Ein gutes Beispiel ist das Bett: Angesichts der eingangs erwähnten Tatsache, dass Milben warmes und feuchtes Milieu bevorzugen, wundert es nicht sehr, dass sich bis zu 80 % der Milben im Bett finden. Ist eine Matratze erst einmal mit Milben verseucht, gestaltet sich die Sanierung schwierig, da sowohl mechanische als auch chemische Reinigungsversuche nicht den gewünschten Erfolg bringen. Grundsätzlich gilt hier: Je älter eine Matratze, desto wahrscheinlicher ist sie mit Milben vollgestopft.

Generelle Empfehlung ist hier, die Matratze durch eine neue, allergikerfreundliche zu ersetzen. Ein Material, in dem sich Milben nur schlecht ansammeln können, ist beispielsweise Latex. Nun ist solch eine nagelneue Latexmatratze nicht eben billig, was die Frage nach Alternativen aufwirft. Sehr bewährt haben sich in diesen Zusammenhang Matratzenüberzüge aus hautfreundlichen und atmungsaktiven Kunststoffen, deren Wirksamkeit sich kaum von einer neuen Matratze unterscheidet. Mit diesen Überzügen wird die Matratze komplett umhüllt, sodass der Milbenkot nicht raus und die Hautschuppen, Nahrung der Milben, nicht hinein kann. Solche Überzüge sind auch für Kissen und Oberbetten erhältlich, wobei diese ein Füllmaterial haben sollten, das sich bei 60 °C waschen lässt, denn das reicht aus, um alle Milben darin abzutöten.

Aber auch außerhalb des Bettes lauern diese kleinen, ständig Allergene ausscheidenden Kerlchen. Die Wohnung muss daher stets sauber gehalten werden, was sich aber zum Beispiel mit Teppichböden nur schwerlich realisieren lässt. Daher sollte, wo immer möglich, der Teppich durch glatte Böden (Parkett, Kacheln, Linoleum etc.) ersetzt werden.
Gleiches gilt für Vorhänge und Sofas: Besser sind hier Metalljalousien statt schwerer Stoffvorhänge, und der Sofabezug sollte auch nicht aus Stoff, sondern besser aus Leder oder Kunststoff sein. Beim Putzen selbst ist auch noch einiges zu beachten: So saugen viele Staubsauger zwar leistungsstark alles ein, was ihnen vor den Rüssel kommt, doch pusten sie den Milbenkot durch alle Filter wieder aus. Die Folge: Die Wohnung glänzt und die Luft ist voller Allergene. Daher lohnt sich für jeden Hausstauballergiker die Anschaffung eines Staubsaugers, der spezielle Allergenfilter hat. Dass nach Möglichkeit nicht der Allergiker selbst den regelmäßigen Hausputz vornehmen sollte, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Die perfekt milbenfreie Wohnung findet sich übrigens oberhalb von ca. 1200 Metern über dem Meeresspiegel, denn dort kann keine Hausstaubmilbe mehr überleben. Daher empfiehlt sich das Gebirge auch bei der Wahl des Urlaubsortes.

Tipps bei Kontaktallergien

Natürlich gilt auch hier: Allergene meiden, sobald sie bekannt sind. Anders als bei der Nahrungsmittelallergie gibt die Kontaktallergie schon durch den Ort ihres Auftretens erste Hinweise auf das Allergen: Rötung und Juckreiz entstehen dort, wo die Haut Kontakt mit dem Auslöser hatte: am Ohrring, der Armbanduhr, dort, wo die Kleidung eng anliegt, und so weiter.

Um einen Stoff als Auslöser der Kontaktallergie zu identifizieren, bietet sich ein Selbstversuch an: Der verdächtige Stoff wird von der Haut fern gehalten, bis keine Symptome mehr auftreten. Ist er tatsächlich Auslöser der Allergie, so wird die Haut bei erneutem Kontakt wieder auf ihn reagieren (unter Umständen aber erst nach bis zu 48 Stunden). In diesem Fall muss ein direkter Hautkontakt mit dem Allergen vermieden werden. Schmuck kann, wenn man nicht auf ihn verzichten möchte, mit Klarlack oder Nagellack überzogen werden. Das muss dann von Zeit zu Zeit wiederholt werden, da die Lackschicht durchlässig wird. Metallknöpfe, die nicht selten als Allergenträger fungieren, können durch Kunststoffknöpfe ersetzt werden. Am besten ist es natürlich, den Kontakt mit dem entsprechenden Material konsequent zu meiden.

Schimmelpilzallergie

Eine Allergie gegen Schimmelpilze wird meistens nicht durch die Pilze selbst, sondern durch ihre Sporen ausgelöst. Schimmelpilze gedeihen fast überall, am besten unter feuchtwarmen Lebensbedingungen. Eine solche Allergie macht durch allergischen Schnupfen, tränende Augen oder ein allergisches Bronchialasthma auf sich aufmerksam. Alles in allem sehr ähnliche Symptome wie beim Heuschnupfen. Treten solche Beschwerden auch außerhalb der Blüten- und Gräserpollensaison auf, kann eine Schimmelpilzallergie dahinterstecken. Dann ist es wichtig, mit einem Allergietest herauszufinden, wogegen Sie allergisch sind. Erst dann ist eine gezielte Behandlung möglich. Oft genügt schon das weitgehende Meiden des betreffenden Allergens, um Ihre Beschwerden herabzusetzen.

Was sind Schimmelpilze?

Zur großen Familie der Pilze, derzeit sind ca. 250.000 verschiedene Arten bekannt, gehören neben Speisepilzen auch Schimmelpilze. Schimmelpilze wachsen überall dort, wo es feucht und warm ist. Sie wachsen bevorzugt auf Lebensmitteln, Papier, Tapeten (Stockflecken), Stoffen, Zimmerpflanzen, in Bad, Keller, Küche, Garten und sogar im Kühlschrank. Man trifft sie also, ebenso wie die Bakterien, überall an.
Schimmelpilze sind mikroskopisch klein. Der grüne Teppich, von dem man zuweilen aus dem Joghurtbecher geradezu angesprungen wird, ist also bereits eine ganze Kolonie.

Ein Schimmelpilz besteht aus einem Zellgeflecht, dem so genannten Hyphen. Die Sporen (Samen) der Pilze dienen zur Fortpflanzung und sind ebenfalls winzig klein. Es gibt Schimmelpilzarten, deren Sporen ähnlich wie Blütenpollen draußen herumfliegen (Cladosporium-, Alternariaarten) und solche, die zusätzlich oder ausschließlich in Innenräumen vorkommen (Aspergillus-, Penicillium-, Pullularia-, Mucorarten). Blumen- und Gartenerde ist übrigens immer mit Schimmelpilzsporen belastet, ebenso der Komposteimer. Werden Sporen eingeatmet oder mit Nahrungsmitteln aufgenommen, führt dies bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen.

Wie äußert sich eine Schimmelpilzallergie?

Eine Allergie gegen Schimmelpilze ist sehr schwer zu erkennen, denn die Symptome sind nicht von den Symptomen anderer Allergien zu unterscheiden. Deshalb ist es sehr wichtig, genau zu beobachten, wann, wo und unter welchen Umständen die Beschwerden auftreten. Hohe Sporenkonzentrationen in der Luft sind besonders von Mai bis Oktober zu verzeichnen. Dabei kommen die Sporen einiger Schimmelpilzarten tagsüber in größeren Mengen vor, die anderen dagegen nachts. Diese winzigen Sporen atmet man leicht ein. Der Kontakt mit menschlichen Schleimhäuten kann allergische Reaktionen auslösen, wie zum Beispiel Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle, Nesselfieber und auch Asthma. Nur die Kombination aus Allergietest, Beschwerdebild und Zeitpunkt des Auftretens kann der Schimmelpilzallergie auf die Spur kommen.

Wie kann man eine Schimmelpilzallergie behandeln?

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse der Allergiediagnostik wird Ihr Arzt die speziell für Sie in Frage kommenden Behandlungsmöglichkeiten auswählen. Bei nahrungsmittelbedingten Schimmelpilzallergien versucht man durch einen entsprechenden Diätplan die allergieverdächtigen Nahrungsmittel als solche zu erkennen und diese so weit wie möglich zu meiden. Allerdings ist die Einhaltung einer entsprechenden Diät sehr schwierig, da praktisch alle Obst- und Gemüsearten und viele Getreidesorten Schimmelpilzallergene enthalten können.

Am wirkungsvollsten ist bei einer Schimmelpilzallergie sicherlich die Behandlung mit Medikamenten, wobei natürlich gleichzeitig der Kontakt mit Schimmelpilzen so weit wie möglich vermieden werden sollte.

Tipps für Allergiker

Für einen Schimmelpilz-Allergiker ist es wichtig, Pilzsporen möglichst zu meiden. Ganz aus dem Weg gehen kann man ihnen zwar nicht, aber ihre Menge lässt sich verringern. Pilze lieben es warm und feucht. Sorgt man für Trockenheit, macht man ihnen das Leben schwer. So können Sie die Behandlung sinnvoll unterstützen:

  • Lüften Sie Haus und Wohnung so oft wie möglich, Schimmelpilze mögen es feucht und warm.
  • Lagern Sie Obst und Gemüse nur im Kühlschrank und reinigen Sie diesen häufig.
  • Klimaanlagen, Luftfilter und Luftbefeuchter regelmäßig warten und reinigen. Auf Luftbefeuchter gegebenenfalls ganz verzichten.
  • Achten Sie auf Stockflecken hinter Schränken, Kacheln, Holzverkleidungen usw.
  • Verhindern oder beheben Sie nach Möglichkeit Wasserschäden, schlechte Drainage und Kondenswasserbildung in Ihrem Haus.
  • Entfernen Sie möglichst alle Zimmerpflanzen (besonders in Hydrokultur und im Schlafzimmer).
  • Lassen Sie keine Küchenabfälle liegen.
  • Unterlassen Sie Gartenarbeiten, da Sie hierbei mit abgeschnittenen Pflanzenteilen oder Kompost in Berührung kommen. Besonders beim Rasenmähen werden Schimmelpilz-Sporen in großer Zahl aufgewirbelt.