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Plastische Chirurgie

Zwischen Rekonstruktion und Ästhetik - die Plastische Chirugie

Rekonstruktion und Ästhetik sind wohl die beiden wichtigsten Teilbereiche in der Plastischen Chirurgie. Viele denken, dass diese nicht miteinander in Einklang zu bringen sind.

Während der Laie meist ein gutes Bild von der Rekonstruktiven Chirurgie hat, so werden die Begriffe «Ästhetische Chirurgie» und «Schönheitschirurgie» häufig doch missverstanden. Dies rührt wohl daher, dass sie weder definiert noch in irgendeiner Weise geschützt sind; jeder Arzt kann sich mit ihnen schmücken, ohne jemals eine fundierte Ausbildung darin absolviert zu haben.

Vor diesem Hintergrund erklärt sich wohl auch die Tatsache, dass Ärzte anderer Richtungen die Plastische Chirurgie völlig in die Rekonstruktionsecke stellen. Mehrheitlich haben diese Ärzte aber keine nachprüfbare Ausbildung in Plastischer Chirurgie bzw. für ästhetisch-chirurgische Eingriffe, denn nur im Ausbildungskatalog zum Facharzt für «Plastische Chirurgie» werden ästhetisch-chirurgische Eingriffe gelehrt und geprüft. Diese Ärzte bezeichnen sich selbst dann als «Schönheitschirurgen» oder «Ästhetische Mediziner», wobei den Hintergrund häufig allerdings banal wirtschaftliche Gründe bilden, weil die Nachfrage nach Körper verändernden und formenden Eingriffen weltweit enorm zugenommen hat und wohl auch weiter zunehmen wird.

Ursprünge der Plastischen Chirurgie

Die Ursprünge der Plastischen Chirurgie haben sich schon von Anfang an im Gegensatz zur übrigen Chirurgie, wo es immer nur um die Heilung von einer Krankheit ging, das Ziel gesetzt, Eingriffe durchzuführen, um den Geist aufzurichten und der Seele des Betroffenen zu helfen. Ihr Ziel ist also nicht nur die Behandlung einer Krankheit. Deshalb war es nur natürlich, dass ihr auch ästhetische Eingriffe entsprangen. Dies wird dadurch bestätigt, dass bis heute alle Methoden in der ästhetischen Chirurgie, wenn man von formenden Nasenoperationen einmal absieht, von Plastischen Chirurgen entwickelt wurden.

Auch die WHO unterscheidet in ihrer Definition von Gesundheit nicht zwischen körperlicher und psycho-sozialer Gesundheit. Dort heißt es: "Gesundheit ist vollkommenes physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden". Dieses Ziel kann nicht erreicht werden, wenn ein Chirurg beispielsweise bei einer Brustentfernung die Patientin zwar von dem lebensbedrohenden Tumor befreit, sie aber nach ihrem Empfinden als «verstümmelt» entlässt. Dies ist dann eine Aufgabe der Rekonstruktiven Plastischen Chirurgie. Aus diesen Gründen lehrt und vertritt die Plastische Chirurgie beides.

Die Trennung von funktionellen und ästhetisch-chirurgischen Eingriffen ist somit absurd, weil ihr Ziel immer dasselbe ist – die Herstellung und Erhaltung des Wohlbefindens des Patienten. Wenn man so will, könnte man die rekonstruktive Chirurgie als den ästhetisch-chirurgischen Teil der kurativen oder ablativen Chirurgie verstehen. Rekonstruktion und Ästhetik bilden also keinen Widerspruch, sondern ergänzen sich in natürlicher und notwendiger Weise.

Wer sollte die Eingriffe vornehmen?

Mit zunehmendem Einfluss der Medien wird der Druck auf den Einzelnen immer größer, bestimmten Schönheitsidealen zu entsprechen. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung, und es gibt immer mehr ältere Menschen. Viele Ziele scheinen jedoch nur den jungen, schönen und dünnen Menschen offen zu stehen. Daraus ergibt sich ein immer größer werdender Bedarf an ästhetisch-chirurgischen Eingriffen, den die klassischen plastischen Chirurgen nicht mehr decken können oder im Einzelfall vielleicht sogar aus medizinischer Sicht nicht decken wollen.

Plastische Eingriffe sollten nur von ausgebildeten Chirurgen durchgeführt werden. Auch wenn die meisten Verfahren schnell zu erlernen sind, bedarf es doch einer langjährigen Erfahrung, damit der Eingriff reibungslos verläuft. Die Brustvergrößerung, bei der es selten zu einer Implantatkapselfibrose kommen kann, kann nur der Fachmann behandeln und gegebenenfalls die Kunststoffeinlage durch Eigengewebe ersetzen.

Auch der "Inbegriff" der plastischen Chirurgie der "Facelift" wird heute vom erfahrenen plastischen Chirurgen anders durchgeführt als früher. Durch sehr intensive anatomische Studien wurden die typischen altergemäßen Veränderungen im Gesicht erklärt und anatomisch definiert. Mit dieser besseren Kenntnis hat sich auch die Vorgehensweise verändert, so dass die Zeiten, in denen man nur eine reine Hautspannung mit entsprechenden maskenhaften Gesichtsveränderungen zurückließ, längst vorbei sind.

Heute werden tiefer gelegene Schichten, Fascien, Muskelplatten und Fettdepots an die Stellen repositioniert, an denen sie beim jugendlichen Gesicht lokalisiert waren, und der sich ergebende Hautüberschuss wird ohne Spannung entfernt.