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Fusspflege

Sind Ihre Füße bereit für die Sandalenzeit?

In unseren üblichen Fitness- und Pflegeprogrammen werden die Füße leider viel zu oft vernachlässigt. Dabei sind es gerade sie, die ein Leben lang Schwerstarbeit verrichten, indem sie das gesamte Körpergewicht tragen.

Während sie in der kalten Jahreszeit in dicken Socken und warmem Schuhwerk versteckt lediglich der Standfestigkeit und Fortbewegung dienen, werden sie jetzt wieder entdeckt. In luftigen Sandalen sollen sie nun gesund, gepflegt und hübsch aussehen. Was Sie das ganze Jahr über für Ihre Füße tun können und wie diese jetzt rundum gepflegt wirken, lesen Sie hier.

Fußbad, Fußgymnastik, Fußmassage

Fußpflege kann mit einem wohltuenden Fußbad beginnen, das entspannt und die Durchblutung fördert. Den vollen prickelnden Kick erzielt man mit den Sprudel-Geräten, die dank eines Gebläses Tausende von belebenden Luftbläschen freisetzen. Ein lauwarmes Fußbad (Wassertemperatur 36 bis 40 Grad Celsius) mit Meersalz und ätherischen Ölen, wie z.B. Teebaum-, Wacholder- oder Thymianöl, entspannt und belebt. Trocknen Sie Ihre Füße anschließend gut ab, vor allem zwischen den Zehen, damit die Haut nicht aufquillt und zum Nistplatz für Bakterien und Pilze wird.

Regen Sie die Durchblutung an, nicht nur mit Kaltwasserreizen. Schlüpfen Sie hin und wieder aus Ihren Schuhen und machen Sie eine kleine Fußgymnastik. Wippen Sie beispielsweise mit den Fußspitzen oder lassen diese kreisen. Spreizen und strecken Sie die Zehen. Sie können aber auch versuchen, eine Zeitung zu zerreißen oder kleinere Gegenstände wie z.B. Korken aufzuheben. Das aktiviert die Muskulatur.

Verwöhnen Sie Ihre Füße z.B. abends mit einer Fußmassage. Geben Sie reichlich Creme oder Öl in die Hand und massieren Sie jeden Fuß mit sanftem Druck durch; das löst Verspannungen und macht müde Füße munter. Legen Sie dazu einen Fuß über das andere Bein, damit Sie mit beiden Händen bequem die Fußsohle erreichen. Beginnen Sie an den Zehen. Jeder Zeh wird mit den Fingern gepresst und ein wenig gedreht. Zum Schluss mit dem Daumen tiefen, kreisenden Druck auf die Fußsohle ausüben und wieder sanft streichen. Vergessen Sie dabei den Fußrücken und die Knöchel nicht.

Pediküre

Kürzen Sie Ihre Fußnägel sorgsam, vermeiden Sie auch kleinste Verletzungen. Achten Sie beim Schneiden Ihrer Fußnägel unbedingt darauf, dass Sie die Nägel nicht zu rund oder zu kurz, sondern möglichst gerade schneiden. Kürzen Sie diese nur bis zum Zehenrand. Am sichersten geht dies mit einer guten Nagelfeile. Ansonsten wächst der Nagel ins Nagelbett ein, wo er oft schmerzhaften Druck ausübt. Eingewachsene Zehennägel können sich im schlimmsten Fall auch entzünden und müssen spätestens dann operativ aus dem Nagelbett herausgeschnitten werden.

Zu empfehlen sind bei der Nagelpflege so genannte Nagelknipser oder spezielle Nagelzangen. Schneiden Sie Ihre Nägel am besten nach dem Baden oder Duschen, da sie dann weicher sind und sich wesentlich leichter abknipsen oder schneiden lassen und nicht einreißen.

Jeder kennt dicke Hornhautstellen an den Füßen, vor allem unter der Ferse, da gerade dort besonders viel Druck ausgeübt wird und somit reichlich Hornhaut entsteht. Zu dicke Hornhautschichten sollten Sie vermeiden, da die gehornte Haut leicht einreißen kann. Befreien Sie Ihre Füße daher regelmäßig von überschüssiger Hornhaut mit einem üblichen Hornhauthobel oder, noch besser, mit einem Bimsstein oder einer Feile.

Bei häufigen Beschwerden sollten Sie regelmäßig professionelle (medizinische) Fußpflege in Anspruch nehmen (besonders wichtig für Diabetiker).

Schuhe

Tragen Sie bequeme, möglichst flache Schuhe, am besten aus Leder oder ähnlichen atmungsaktiven Stoffen. Um schmerzhafte Hühneraugen zu vermeiden, sollten Sie stets auf zu enges oder stark drückendes Schuhwerk verzichten. Druckstellen sind nämlich der Auslöser für diese Hornhautschwielen, die sich gern in tiefere Hautschichten bohren, auf Nerven stoßen und dadurch den starken Schmerz verursachen. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Strümpfe glatt, faltenfrei und nicht zu eng sitzen.

Fußpilz behandeln und vermeiden

Gönnen Sie Ihren Füßen möglichst oft „Freiheit“! Auslöser für Fußpilz sind enge oder feuchte Schuhe, aber auch Saunen oder Schwimmbäder. Die größten Feinde von Pilzsporen sind große Hitze oder Kälte. Leiden Sie unter Fußpilz, dann legen Sie Ihre Schuhe einige Tage in die Eistruhe und waschen Sie Ihre Socken auf mindestens 60 Grad. Tragen Sie in öffentlichen Bädern oder Saunen Badeschlappen und gönnen Sie Ihren Füßen ausreichend Luft. In Ihrer Apotheke gibt es spezielle Cremes und Tinkturen, um hartnäckigen Fußpilz loszuwerden.

Diabetiker: Achtung!

Wenn Sie Diabetiker sind, sollten Sie Ihren Füßen besonders viel Aufmerksamkeit schenken, denn durch zu hohe Blutzuckerwerte verschlechtert sich zunächst die Wundheilung. Als Folge davon können schon kleine Verletzungen zu einem langwierigen Problem werden. Oftmals sind durch die Zuckerkrankheit zusätzlich auch die Nerven geschädigt. Dadurch ist das Schmerzempfinden vermindert, und Wunden bleiben lange unentdeckt. Hier hilft gute Pflege und Vorsorge, Verletzungen zu vermeiden oder sie zumindest schnell zu entdecken.

Laufen Sie nicht barfuß! Benutzen Sie zur Fußpflege keine scharfen Gegenstände – zum Kürzen der Fußnägel ist eine Feile und zur Hornhautentfernung ein Bimsstein oder Hornhaut-Balsam am besten geeignet. Schere, Hobel, Hühneraugenpflaster etc. sollten Sie in keinem Fall verwenden.

Baden Sie Ihre Füße nicht zu lange – am besten nur kurz und in maximal 37 °C warmem Wasser. Trocknen Sie Ihre Füße anschließend gründlich ab – vor allem auch zwischen den Zehen. Um Verbrennungen zu vermeiden, sollten Sie keine Wärmflaschen oder Heizkissen gegen kalte Füße benutzen.

Sie sollten Ihre Füße täglich auf Verletzungen kontrollieren. Sehr hilfreich dabei ist ein Spiegel, den Sie auf den Boden legen. So können Sie Verletzungen sofort erkennen.