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Akne

Die häufigste Hauterkrankung überhaupt. Fast jeder Mensch hat schon unter Akne gelitten.

Die Hauptform der Akne (griech. Akne: Hautausschlag) ist die Acne vulgaris. Diese wird hauptsächlich hormonell ausgelöst.

Sie ist eine entzündliche Hauterkrankung der Pubertät und der Jahre danach und tritt in folgenden Ausprägungen auf:

  • 1. Präakne
    Diese tritt mit verstärktem Talgfluss auf, der sich als Fettschicht auf der Haut widerspiegelt. Sie kann in diesem Stadium verbleiben, ist aber immer auch Vorläuferstadium für jede weitere, schwere Form der Akne. Meistens findet man sie im Gesicht oder auf der behaarten Kopfhaut.
  • 2. Komedonenakne
    Zu verstärktem Talgfluss bilden sich Komedonen (Mitesser). Es gibt offene Komedonen, für uns als weiße Punkte sichtbar, und schwarze, die geschlossen sind. Es ist aber noch keine Entzündung vorhanden.
  • 3. Acne papulopustulosa
    Es liegen offene und geschlossene Komedonen, Papeln und Pusteln vor.
  • 4. Acne conglobata
    Diese ist eine schwere Form der Akne. Durch Entzündungsreaktionen geraten Bakterien, Eiter und freie Fettsäuren in das umliegende Gewebe. Es bilden sich ausgeprägte Akneknoten, die starke Narben hinterlassen. Diese Akne tritt meistens nur bei Männern auf.

Nicht hormonell bedingte Formen

  • 1. Akne excoriteé
    Diese tritt überwiegend bei jungen Frauen auf. Aufgrund unsachgemäßer mechanischer Behandlung durch die Patientin kann sich das Hautbild verschlimmern. Es können Narben als Reststadium zurückbleiben.
  • 2. Kosmetikakne
    Diese kann durch zu fette Kosmetika entstehen, die über einen längeren Zeitraum angewendet werden, und zur Entzündung von Komedonen führen. Von dieser Akne sind meistens Frauen betroffen, auch über das typische Aknealter hinaus.
  • 3. Aknetriade und Aknetetrade
    Diese betreffen überwiegend Männer, bei denen bereits eine Acne conglobata vorliegt. Hinzu kommen massive Entzündungen der Haarfollikel im Bereich der Achseln, Leisten und des Nackens.
  • 4. Acne fulminans
    Diese kommt ebenfalls fast nur bei jungen Männern vor. Sie kann als akute, heftig verlaufende Krankheit mit Allgemeinsymptomen wie Fieber, Mattigkeit usw. auftreten. Auf der Haut dehnen sich schnell aufschießende Akneherde aus, die von der Acne conglobata ausgehen. Die Ursache ist nicht bekannt.
  • 5. Acne venenata
    Diese Akneform, die nach dem Kontakt mit akneauslösenden Stoffen entsteht, tritt meist bei Patienten auf, die schon eine fettige Haut haben. Sie kann bis zur Acne conglobata führen.

Entstehung der Akne

Durch Vergrößerung und Entzündung der überwiegend an Haarfollikel gebundenen Talgdrüsen entsteht eine Akne. Im Gesicht befindet sich die höchste Dichte von Talgdrüsen am gesamten Körper, da es immer Umwelteinflüssen wie Sonne, Feuchtigkeit usw. ausgesetzt ist. Die beliebtesten Stellen für Akne sind also überwiegend im Gesicht, außerdem auf Brust und Rücken.

Der Verlauf der Akne wird maßgeblich durch die männlichen Geschlechtshormone (Androgene) beeinflusst. Daher kommt es während der Pubertät, in der sich die Hormonbalance erst einpendelt, zum Erstauftreten der Erkrankung. Die Talgdrüsenaktivität unterliegt generell der Steuerung durch androgene Hormone. Es entsteht eine Störung der Verbindungsproteine der Hautzelle und eine Veränderung der Fettsubstanz im Bereich der Hautoberfläche. Dann befindet sich im Drüsenausführungsgang ein verhärteter Hornpfropf, der nicht mehr an der Hautoberfläche austreten kann. Der so entstandene Komedo kann sich dann unter Einfluss von Bakterien entzündlich verändern.

Therapie der Akne

Die Akne ist eine Erkrankung, die nur während einer bestimmten Lebensphase besteht und danach wieder abheilt. Die Erhaltung oder Wiedergewinnung eines ansprechenden Äußeren während der Pubertät und eine Vermeidung von narbigen, bleibenden Folgezuständen sind wichtig. Es gibt verschiedene Therapieprinzipien:

  • 1. Keratolytische und antiseptische Therapie
    Diese wirkt der Verhornungsstörung und den auftretenden Hornpfropfen entgegen. Durch eine leichte Schälung der Haut wird der Talgabfluss erleichtert.
    Wirkstoff ist in erster Linie Benzolperoxid, das in Gelen und Cremes verarbeitet wird. Die Medikamente werden auf die befallenen Stellen aufgetragen.
    Ein weiterer Wirkstoff ist die Vitamin-A-Säure. Nach nur wenigen Behandlungstagen tritt eine verstärkte Rötung, Schuppung und Reizung der behandelten Haut auf. Diese Reaktion ist wichtig und verschwindet unter normalen Umständen nach circa zwei Wochen von selbst.
    Bei der Aknebehandlung werden Antiseptika vor allem in Kombination mit anderen Wirksubstanzen in Präparaten verordnet, da die Antiseptika lediglich die Keimzahl auf der Haut reduzieren.
  • 2. Antientzündliche Therapie
    Bei ausgeprägten Entzündungen kann eine lokale Therapie mit Antibiotika angewandt werden. Diese werden als Cremes oder Lotionen ein- bis zweimal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen.
    Zeigt diese Behandlungsmethode keinen Erfolg, muss man zur Verordnung eines Antibiotikums übergehen, das eingenommen wird und den Entzündungsherden schon im Körperinneren entgegenwirkt (systemische Therapie). Die Behandlung muss mindestens drei Monate durchgeführt werden und kann bis zu einem Jahr andauern.
  • 3. Antiandrogene Therapie
    Durch Einsetzen von antiandrogen wirksamen Substanzen wird der Einfluss der männlichen Geschlechtshormone auf die Aktivität der Talgdrüsen reduziert. Diese Behandlung ist eine längerfristige Therapie und muss vom Arzt kontrolliert werden.
  • 4. Waschlösung
    Wenn nur eine Präakne vorliegt, kann diese Lokaltherapie mit waschaktiven Substanzen angewendet werden. Der Patient sollte mehrmals am Tag mit einem Papiertuch das überschüssige Fett von der Haut entfernen.
  • 5. Manuell – physikalische Therapie
    Begleitend zur ärztlichen Behandlung sollte eine regelmäßige kosmetische Therapie durchgeführt werden. Durch Bedampfung und Wärmepackungen werden die Follikelöffnungen geweitet und die Talgpfropfe erweicht.
    Um Narbenbildungen zu vermeiden, sollte dieses Verfahren nur von einer Fachkosmetikerin und nicht vom Patienten selbst durchgeführt werden. Die Behandlung sollte ein- bis zweimal pro Woche über einen Zeitraum von mehreren Monaten erfolgen. Zur Beruhigung der Haut sollte eine Kräuter- oder Kältepackung nach der Behandlung aufgebracht werden.
  • 6. Bestrahlung mit UV-Licht
    Diese wird bei stark entzündlichen Veränderungen eingesetzt. Das UVA-Licht wirkt antientzündlich. Das Licht des UVB-Spektrums kann bei geschickter Dosierung die Hautschälung unterstützen.

Weitere Fragen zu diesem Thema beantwortet Ihnen unser sympathisches Apothekenteam selbstverständlich auch gern persönlich.