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Zivilisationskrankheit Nummer eins

Muskulatur gezielt stärken

Etwa ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitstage entfallen in Deutschland auf Muskel- und Skeletterkrankungen. Die Hauptursache für die Entstehung der Beschwerden ist der Mangel an Bewegung, der zu einer Verkümmerung der Muskulatur und Schädigung der Wirbelsäule führen kann. Tatsächlich sitzt die Mehrheit der Bundesbürger die meiste Zeit des Tages: Büroarbeit vor dem PC, wieder Sitzen auf der Heimfahrt im Auto - und der Feierabend klingt dann auf dem Sofa vor dem Fernseher aus. Dafür ist die an sich so flexible Wirbelsäule nicht konstruiert.

Dr. Sven A. Clausen, Personal Trainer und Leiter des Trainernetzwerks ''Sport für Hanseaten'' in Hamburg, erklärt die Zusammenhänge: ''Unser Alltag bietet zu wenig Bewegung für Muskeln, Bänder und Gelenke, deshalb müssen wir unseren Rücken mit Dehnungs- und Kräftigungsübungen mobilisieren und stabilisieren.'' Besonders wichtig sei hierbei eine kräftige und dehnfähige Rumpfmuskulatur, bestehend aus Rücken- und Bauchmuskeln. Generell sei zudem jede Art der Bewegung gut für die Wirbelsäule. ''Es hilft schon viel, statt mit dem Auto einmal mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren oder die Treppe statt des Aufzugs zu nehmen.'' Perfekt sei zudem ein Ausgleichssport wie Nordic Walking. Oder im Fitnessstudio gezielt die Rumpfmuskulatur aufzubauen. ''Jede Unterbrechung einer einseitigen Belastung ist günstig'', betont Dr. Clausen.

(Quelle: djd/ pt; Foto: djd/ Ergo Direkt Versicherungen)