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Baucharbeiter

Schwarze Passagiere stören den Darmtrakt

Wir tragen eine hochkomplizierte Chemiefabrik in unserem Bauch spazieren: den Darm. Hier helfen Verdauungsenzyme und ein paar Billionen Facharbeiter - Bakterien - zusammen. Mit aufwendigen Methoden zerlegen sie jeden ankommenden Bissen in winzige Stücke, damit sie durch die Darmwand passen.
Leben wir gesund und ausgewogen, dann flutscht diese Arbeit.
Haben wir aber Stress, dann gerät der Darm in Unordnung und Produktionsabfälle landen im Blut: Wir fühlen uns schlapp, bekommen Kopfschmerzen, reagieren überempfindlich. Krankheitserreger nutzen die Gunst der Stunde und schmuggeln sich als schwarze Passagiere ins Blut. Nur selten ist das moderne Leben so stressfrei, dass unser Darm in Ruhe seine Arbeit erledigen kann. Um ihm die Arbeit zu erleichtern, raten Ernährungsexperten zu angesäuerten Lebensmitteln. Sie enthalten nämlich Milchsäurebakterien, die ihren Kollegen zur Hilfe eilen und Ruhe einkehren lassen in der Darmfabrik. Die Menschen wissen das seit Jahrtausenden und haben Milch und Gemüse gesäuert oder Jogurt hergestellt. Auf dessen reichlichen Verzehr führen die Bulgaren, das Volk der Hundertjährigen, ihre Gesundheit zurück.

Wir haben von ihnen gelernt und essen z.B. milchsauer vergorene Gemüsesalate, trinken Jogurt, Sauermilch, Kefir, Brottrunk oder andere probiotische Drinks. 'Probiotisch' heißen Lebensmittel, die nützliche lebende Mikroorganismen enthalten, welche großenteils die Attacken von Magen- und Gallensäure überleben: Milchsäure- und Bifidobakterien.

(Quelle: rgz, Foto: djd/RatGeberZentrale)