Seitenanfang

Frühstückslust

Zuckersüße Frühstücklust – Was bietet süßer Brotaufstrich?

Ein gesundes Frühstück ist das Sprungbrett in den Tag. Die Energiereserven, die der Körper in der Nacht verbraucht hat, müssen neu aufgefüllt werden, um gut in den Tag hineinzukommen. Daher ist es sehr wichtig, dass morgens vernünftig und gesund gefrühstückt wird. Frühstücken sollte zur allmorgendlichen Routine werden.

Ein ideales Frühstück besteht aus Getreideprodukten, frischem Obst und Gemüse sowie Milchprodukten. Diese vier Bestandteile lassen sich lecker und abwechslungsreich miteinander kombinieren. Als Brotaufstrich sind daher fruchtige Marmeladen, Konfitüren und Gelees gut geeignet, Schokoladencremes sollten nur in Maßen genossen werden.

Konfitüre, Gelee oder Fruchtaufstrich zum Frühstück sind ein gesunder und idealer Start in den Tag. Sie enthalten so gut wie kein Fett oder Cholesterin, dafür aber jede Menge Kohlenhydrate, die schnell in neue Energie für den Tag umgewandelt werden können. Trotzdem sind die fruchtigen Brotaufstriche relativ kalorienarm. Eine Portion Marmelade (25g) hat etwa 60 bis 70 Kilokalorien.

Marmelade, Konfitüre, Gelee...

Nach dem deutschen Lebensmittelgesetz werden je nach Zutatenzusammensetzung verschiedene Prädikate und Namen für den Brotaufstrich vergeben. Konfitüre darf sich ein Brotaufstrich nur dann nennen, wenn er aus mindestens 25 Prozent Früchten und 60 Prozent Gesamtzucker besteht. So schreibt es das deutsche Lebensmittelgesetz vor. Durch den enthaltenen Zucker sind die gekochten Früchte länger haltbar. Konfitüre extra ist ein Aufstrich mit mindestens 45 Prozent Fruchtfleisch. (Ausnahme: Hagebutte, schwarze Johannisbeere und Quitte, hier reichen mindestens 35 Prozent Fruchtfleisch.) Einfache Konfitüre dagegen enthält 35 Prozent Fruchtfleisch. (Ausnahme: Hagebutte, schwarze Johannisbeere und Quitte, hier reichen mindestens 25 Prozent Fruchtfleisch). Hier darf auch geschwefeltes Obst verwendet werden. Außerdem ist bei den einfachen Mehrfruchtkonfitüren (im Gegensatz zur Mehrfruchtkonfitüre "extra") zu beachten, dass diese mit diversen Früchten wie Kürbissen, Gurken oder Melonen gestreckt werden dürfen. Konfitüre kann aus allen Fruchtsorten hergestellt werden, mit Ausnahme von Zitrusfrüchten, dann ist es nämlich Marmelade.

Marmelade besteht also aus Zitrusfrüchten wie z.B. Orangen, Zitronen, Limonen oder Grapefruits mit mindestens 20 Prozent Fruchtgehalt. Die verwendeten Früchte dürfen auch geschwefelt werden. Die echte „Marmelade“ entstand im England des 19. Jahrhunderts und ist auch noch heute dort ein absolutes „Muss“ auf dem Frühstückstisch. Die Briten importierten schon früh Zitrusfrüchte aus ihren Kolonien und kochten daraus ihre "Marmelade".

Für Gelee werden zunächst ganze Früchte entsaftet. Dieser Saft wird dann mit Gelierzucker gekocht. Nach dem deutschen Lebensmittelgesetz dürfen in Gelee keine festen Bestandteile wie z.B. Fruchtstücke oder Gewürze in fester Form enthalten sein. Es kann aus allen Früchten hergestellt werden. Der deutsche Klassiker ist Quitten- und Johannisbeergelee. Gelee extra hat mindestens 45 Prozent Obstsaftanteil, einfaches Gelee mindestens 35 Prozent. Bei den Mehrfruchtgelees (im Gegensatz zu Mehrfruchtgelees "extra") ist zu beachten, dass der ohnehin geringe Fruchtanteil auch noch mit Fruchtsäften von Kürbissen, Gurken oder Melonen gestreckt werden darf.

Für Marmeladen, Konfitüren und Gelees schreibt das Lebensmittelgesetz einen Gesamtzuckergehalt von mindestens 60 Prozent (Konfitüre einfach und Gelee: 50 Prozent) vor, der sich aus Fruchtzucker und Industriezucker zusammensetzt. Andere Süßstoffe, natürlich oder künstlich, werden dabei nicht erfasst.

"Fruchtaufstrich" – lebensmittelrechtliche Grauzone

Der Begriff "Fruchtaufstrich" ist nicht im Lebensmittelrecht definiert. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn Fruchtaufstriche können also sowohl deutlich "besser" als auch deutlich "schlechter" sein, als es das Gesetz für Konfitüren erlaubt. Hier ist es daher besonders wichtig, genau auf das Etikett zu schauen: Wie hoch ist der Fruchtgehalt? Womit wurde gesüßt? Welche Früchte und welche Zusatzstoffe sind enthalten?

Ein guter Fruchtaufstrich hat mehr als 40 Prozent Fruchtanteil. Außerdem ist der Zucker oft durch Honig oder Obstdicksaft ersetzt, dann ist der Fruchtaufstrich etwas hochwertiger und teurer.

Mus wird ausschließlich aus Pflaumen hergestellt. Gekochte Pflaumen sind sehr zähflüssig, sie müssen daher beim Kochen nicht mit großen Zuckermengen eingedickt werden. Daher hat Pflaumenmus in der Regel nur einen zugesetzten Zuckeranteil von ca. 30 Prozent.

Konfitüre, Fruchtaufstrich, Gelee und Marmelade sind zwar gesund zum Frühstück, haben jedoch wenig Vitamine und Mineralstoffe. Mus enthält meist am wenigsten Zucker und damit auch weniger Kalorien als z.B. Gelee. Wenn Sie zusätzlich noch etwas für Ihren Mineralstoffhaushalt tun möchten, dann ist Pflaumenmus ohne Zuckerzusatz genau das richtige, denn es enthält zusätzlich Kalium und Eisen.

Was sollte man beim Kauf beachten?

Nicht nur der Preis sagt etwas über die Qualität des fruchtigen Brotaufstrichs aus. Achten Sie auf einen möglichst hohen Fruchtgehalt. Je mehr Früchte, desto weniger Zucker. Ideal ist ein Fruchtgehalt von 50 bis 55 Prozent. Diesen bieten vor allem Gelee und Konfitüre "extra".

Schauen Sie auch genau auf die Farbe, die Früchte sollten eine leuchtende Farbe haben. Halten Sie dazu das Glas gegen das Licht. Gräuliche oder bräunliche Farbe spricht für eine minderwertige Qualität oder schlechte Verarbeitung der Früchte. Eine schöne Farbe kann jedoch auch an zugesetztem Saft (z.B. Rote Beete) liegen, das sehen Sie auf der Zutatenliste.

Beachten Sie immer auch das Mindesthaltbarkeitsdatum. Je mehr Zucker enthalten ist, desto länger die Haltbarkeit. Konfitüre oder Gelee sind unangebrochen ca. zwei Jahre haltbar, Fruchtaufstrich und Mus dagegen meist nur wenige Monate.

Nach dem Anbruch sollten Sie die Gläser möglichst kühl und dunkel lagern und innerhalb von zwei bis drei Wochen verbrauchen. Produkte, die schlecht riechen oder bereits von Schimmel befallen sind, unbedingt sofort wegwerfen. Schimmel zu entfernen hilft nicht, denn die feinen Pilzsporen haben längst die gesamte Konfitüre durchzogen. Der Verzehr von verdorbener Ware kann sogar gesundheitsschädlich sein.

Was ist mit Schokoladencremes?

Sportler, Schwerstarbeiter oder sehr aktive Kinder haben einen hohen Energiebedarf und dürfen auch schon mal zu den fett- und cholesterinreichen Schokoladenzubereitungen greifen. Täglich genossen, macht Schokocreme jedoch schnell dick und kann sogar das Arterioskleroserisiko steigern. Nuss-Nougat-Creme sollte deshalb kein Brotaufstrich für jeden Tag sein, sondern eher die Ausnahme zum Sonntagsfrühstück.