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Mit Tee alt werden

Mit Tee steinalt werden und gesund bleiben

In den letzten Jahren ist Tee immer wieder wegen seiner gesundheitserhaltenden Wirkungen in aller Munde gewesen. So spricht einiges dafür, dass die im weltweit beliebtesten Getränk enthaltenen Wirkstoffe nicht nur anregend, sondern auch gesund sind.

Wie im Rotwein und Olivenöl sind auch in Teeblättern große Mengen an Polyphenolen enthalten. Diese können der Entstehung von Krebs, Gefäßverkalkung und Karies entgegenwirken.

Freie Radikale lassen uns altern und die Gefäße verkalken

Auch auf die Gefahr hin, den chemisch nicht Vorgebildeten zu überfordern, sollen im Folgenden einige Grundlagen erwähnt werden, um die Hintergründe der Wirkmechanismen von Tee verstehen zu können. Ständig entstehen im Organismus sehr aggressive Stoffwechselnebenprodukte, die freien Radikale. Freie Radikale sind instabile hochreaktive Atome oder Verbindungen. Das gemeinsame Charakteristikum aller freien Radikale ist, dass sie ein einzelnes Elektron zu viel besitzen oder dass ihnen ein Elektron fehlt.

Nun sollte man wissen, dass Elektronen nur als Paar stabil sind. Ein einsames Elektron ohne Partner bedeutet hohe Reaktionsbereitschaft und ein aggressives Verhalten gegenüber anderen Molekülen. Trifft ein freies Radikal daher auf ein anderes Molekül, wird es versuchen, sein einsames Elektron zu komplettieren oder abzustoßen. Kommt es zu einer solchen Reaktion mit wichtigen Biomolekülen, werden diese geschädigt und können ihre Funktion nicht mehr ausüben. Da sich solche Schäden im Laufe des Lebens ansammeln, werden freie Radikale für das Altern verantwortlich gemacht.

Mit Hilfe von Antioxidantien versucht sich der Körper zu wehren. Antioxidantien sind die Schutztruppen der Zellen, die eine nicht gewünschte oxidative Veränderung wichtiger Zellbestandteile verhindern. Die größte Quelle an Antioxidantien in unserer Nahrung sind pflanzliche Polyphenole und Vitamine (A, C, E). Antioxidantien schützen somit Proteine, Nukleinsäuren, Fettsäuren und andere Verbindungen.

Von bestimmten Bevölkerungsgruppen ist daher bekannt, dass sie einen höheren Bedarf an Antioxidantien haben, um sich wirkungsvoll zu schützen, da bei ihnen anscheinend vermehrt freie Radikale freigesetzt werden. Sie sind einem erhöhten Oxidationsstress ausgesetzt. Wichtige Risikogruppen sind Raucher, stressgeplagte Menschen, chronisch Kranke, Menschen mit hohem Cholesterinspiegel oder Blutdruck sowie Diabetiker. Interessanterweise leben diese Menschen mit einem viel höheren Risiko, Erkrankungen zu erleiden, die auf dem Boden einer Gefäßverkalkung entstehen können. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang der Herzinfarkt und Schlaganfall.

Antioxidantien im Tee

Tee enthält hohe Konzentrationen an Antioxidantien, besonders Polyphenole und Vitamin C. Vitamin C wird im Gegensatz zu Polyphenolen, die über vier Stunden im Blut bleiben, schnell wieder ausgeschieden. Ein viertel Liter grüner Tee bzw. ein halber Liter Schwarztee enthält ca. 200 mg.

Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in verschiedene einzelne Stoffklassen unterteilt werden. Den Polyphenolen ist gemeinsam, dass sie meistens aus ringförmigen Molekülen bestehen, die in der Lage sind, Elektronen leicht aufzunehmen. Die im Tee, Rotwein, Kakao und Oliven enthaltenen Polyphenole werden als Flavonoide bezeichnet. Auch die zahlreichen roten bis blauen Pflanzenfarbstoffe in Früchten und Blüten, die Anthocyane, gehören zu den Polyphenolen. Besonders wirkungsvolle natürliche Schutzsubstanzen sind die Proanthocyanidine. Interessant ist auch, dass grüner Tee sehr reich an Vitamin C ist und dieses anscheinend heißes Wasser besser übersteht, als man es sonst kennt.

Tee gegen Gefäßverkalkung?

Auch wenn der letzte Beweis noch aussteht, dass man durch Teetrinken die Gefäße vor arteriosklerotischen Veränderungen schützen kann, sprechen doch zahlreiche Studien für diese Hypothese. Die im Tee enthaltenen Antioxidantien werden auch als Gerbstoffe bezeichnet, sie geben dem Tee den herben Geschmack. Es ist bekannt, dass die Gefäße, lange bevor sie „verkalken“, schlechter funktionieren. Sie stellen sich nicht mehr ausreichend weit und können die Anlagerung von Blutplättchen und Entzündungszellen immer schlechter verhindern. Einige Studien belegen, dass diese Gefäßfunktionen durch regelmäßigen Teekonsum verbessert werden können. Ähnliche Wirkungen sind auch für den Rotwein beschrieben, denn die im Rotwein enthaltenen Antioxidantien geben ihm erst die rote Farbe.

Tee verhindert Krebs?

Andere wissenschaftliche Untersuchungen sprechen dafür, dass insbesondere die im Grüntee enthaltene Substanz Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG), welche ebenfalls ein Polyphenol ist, der Entstehung von Krebserkrankungen der Speiseröhre und verschiedener Organe entgegenwirkt und eine Gefäß-protektive Wirkung besitzt. Zumindest im Reagenzglas hindert EGCG Krebszellen am Wachstum und aktiviert sogar deren Selbstmordprogramm.

US-Forscher fanden heraus: EGCG blockiert ein für die Entstehung von Krebszellen wichtiges Enzym, die Urokinase. Grüner Tee ist zwar verglichen mit einigen Arzneimitteln nur ein schwacher Urokinasehemmer, dafür aber frei von jeglichen Nebenwirkungen. Bereits die Mengen an EGCG, die man üblicherweise mit einem halben Liter grünem Tee zu sich nimmt, sollen das Krebsrisiko reduzieren und schon gebildete Krebszellen zurückdrängen, sagen Wissenschaftler.

Tee gegen Karies?

Die im Tee enthaltenen Polyphenole hemmen darüber hinaus den Abbau von Stärke im Mund, indem sie das im Speichel enthaltene Verdauungsenzym Amylase inaktivieren. Amylase spaltet zum Beispiel Stärke aus Brot in Zuckerbausteine, sodass es nach längerem Kauen süßlich schmeckt. Der aufgespaltene Zucker ist Garant für die Bildung von so genannten Plaques, die Zahnschmelz und Zahnfleisch schädigen. Außerdem ist in grünem und schwarzem Tee sehr viel Fluor enthalten. Fluor stärkt die Zähne: Es erhöht die Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes gegen Säuren und Bakterien und hemmt so die Kariesbildung. Wer täglich drei bis fünf Tassen Tee trinkt, deckt damit bereits seinen Fluorbedarf von einem Milligramm. Diese Menge wird zur täglichen Kariesprophylaxe von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen.