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Grüner Tee

Grüner Tee aus Japan

Erst im fünften Jahrhundert wurde die Teepflanze von buddhistischen Mönchen nach Japan gebracht. Das japanische Wort für Tee ist Cha. Noch immer ist der Tee dort mehr als ein Agrarprodukt und tief in der Shintoreligion verankert.

Japan produziert nur grünen Tee und ist der viertgrößte Teeproduzent der Erde. 90 Prozent der Produktion trinken die Japaner selbst. Es werden die unterschiedlichsten Qualitäten zu unterschiedlichsten Preisen hergestellt.

Grüner Tee wirkt sehr anregend und soll vor allerlei Krankheiten schützen. Er enthält Spuren wichtiger Mineralien, und der Anteil an Koffein ist höher als bei schwarzem Tee, jedoch nur halb so hoch wie im Kaffee. Der (im Vergleich zu anderen Tee produzierenden Ländern) höhere Preis erklärt sich vor allem durch höhere Arbeitslöhne in Japan.

Ist grüner Tee besser als schwarzer?

Sowohl beim grünen als auch beim schwarzen Tee werden die Blätter des Teestrauches verwendet. Im Gegensatz zum schwarzen Tee werden beim grünen Tee jedoch die Blätter vor der Trocknung nicht fermentiert, sondern nur mit heißem Dampf behandelt. Bei der Fermentierung werden viele Blattbestandteile abgebaut, unter anderem auch die wertvollen Polyphenole.

Deshalb ist der Gehalt an sekundären Inhaltsstoffen, wie eben diesen pflanzlichen Antioxidantien, im Schwarztee gegenüber dem grünen Tee zum Teil deutlich reduziert. Möglicherweise kommt ihm deshalb eine größere gesundheitsfördernde Wirkung zu. Dennoch konnte in mehreren Studien gezeigt werden, dass sowohl grüner als auch schwarzer Tee einen gewissen Schutzeffekt gegen die Entstehung einzelner Krebsarten und aufgrund der leicht antibakteriellen Wirkung gegen Karies hat. Außerdem konnte für beide Teearten ein positiver Effekt auf die Gefäßfunktion belegt werden.

Sencha oder Matcha?

An Japans größtem See, dem Biwa-ko, wurde der erste Teegarten angelegt. Bancha, Sencha und Gyokuro sind die Qualitätsstufen des japanischen Grüntees, wobei Bancha die niedrigste und Gyokuro die beste Qualität bezeichnet.

Der wichtigste Anbaubezirk ist Shizuoka, welches am Fuße des Fujiyama liegt. Fast die Hälfte der japanischen Produktion des Sencha wird dort gepflückt. Im Uji-Distrikt bei Kyoto, wo schon vor Jahrhunderten der berühmte Kaisertee angebaut wurde, wird immer noch der teuerste und kostbarste grüne Tee der Welt, der Gyokuro, angebaut. Die Blattfarbe ist dunkelgrün, fast schwarz. Für die japanische Teezeremonie wird ein spezieller Pulvertee, der Matcha, verwendet.

Inhaltsstoffe des grünen Tees

In grünem Tee wurden viele hundert Einzelsubstanzen identifiziert. Von den meisten Stoffen ist nicht bekannt, ob sie eine Wirkung im Körper haben und wie diese aussieht. Mehr als 200 flüchtige Substanzen sind für das Aroma des Tees verantwortlich. Die Zusammensetzung ändert sich genau wie beim Wein von Jahr zu Jahr und hängt von der Lage der Pflanzung und der Herstellungs- und Zubereitungsart ab.

Von zwei Gruppen von Inhaltsstoffen in grünem Tee ist sicher bekannt, dass diese eine Wirkung im Körper ausüben können: zum einen das Koffein, welches im Tee auch als Thein bezeichnet wird, und die verwandten Substanzen Theobromin und Theophyllin, die für die belebende und anregende Wirkung des Tees verantwortlich sind. Anders als beim Kaffee, wo das Koffein dem Körper sofort verfügbar ist und daher seine anregende Wirkung schnell, aber auch nur kurzzeitig ausübt, wird das Koffein aus Tee nur langsam freigesetzt, besonders, wenn man ihn etwas länger ziehen lässt. Dies bedeutet, dass der oft unerwünschte „Koffeinstoß“ des Kaffees vermieden wird und die belebende Wirkung sich über einen längeren Zeitraum ausdehnen kann.

Die andere große Gruppe der Inhaltsstoffe des grünen Tees ist vor allem aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung bekannt geworden. Für diese konnte eine Schutzfunktion für Körperzellen und ihre Bestandteile gegen aggressive Sauerstoffverbindungen, die so gennannten „freien Radikale“, nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um die so genannten Polyphenole, zu denen auch die für den Geschmack des Tees so charakteristischen Gerbstoffe oder Tannine zählen, und insbesondere die Flavonoide. Unter diesen Polyphenolen stellt im grünen Tee das Catechin den größten Anteil.

Weitere Inhaltsstoffe des grünen Tees haben eine antimikrobielle und, wie in China untersucht worden ist, möglicherweise kariesverhütende Wirkung. Auch die in grünem Tee besonders reichlich enthaltenen Fluoride können einen Beitrag zur Zahngesundheit leisten und sind außerdem wichtig für die Knochenstruktur.