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Gicht

Ernährung bei Gicht (Hyperurikämie)

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren erhöhten Harnsäurespiegel, der verantwortlich ist für die schmerzhaften Gichtanfälle, positiv durch einige diätetische Maßnahmen beeinflussen können.

Meist treten erhöhte Harnsäurespiegel zusammen mit allgemeiner Überernährung auf. Durch eine purinarme Ernährung lässt sich der erhöhte Spiegel direkt beeinflussen. Purine werden im menschlichen Körper zu Harnsäure abgebaut. Die tägliche Aufnahme an Harnsäure sollte bei ca. 300 mg liegen. Sie können aber auch an einem bis zwei Tagen sparsamer sein mit der Purinaufnahme und dafür am folgenden Tag etwas mehr zu sich nehmen. Als Grenzwert gilt aber eine Menge von 2000 mg Harnsäure pro Woche.

Durch Aufnahme von Alkohol, Kohlenhydraten und Fetten wird der Harnsäurespiegel noch zusätzlich erhöht. Versuchen Sie Ihre Fettzufuhr einzuschränken und dafür mehr Proteine in Form von fettarmer Milch, Milchprodukten und Eiern zu decken. Empfehlenswert ist, maximal jeden zweiten Tag eine fleischhaltige Mahlzeit oder entsprechenden Brotbelag zu sich zu nehmen.

Ganz vermeiden sollten Sie folgende Lebensmittel:

  • alle sehr fettreichen Speisen
  • alle Lebensmittel mit sehr hohem Anteil an leicht resorbierbaren Kohlenhydraten (z.B. Mehl, Zucker, Honig, Marmelade, Süßigkeiten, gezuckerte Kondensmilch)
  • Innereien
  • Fleischextrakte (100 g enthalten 1680 mg Harnsäure)
  • Hering (100 g enthalten 504 mg Harnsäure)
  • Makrele (100 g enthalten 466 mg Harnsäure)
  • Ölsardinen
  • alle alkoholhaltigen Lebensmittel