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Mineralstoffe

Ohne Mineralstoffe läuft gar nichts!

Ohne Mineralstoffe, die auch Elektrolyte genannt werden, würden wir trotz ausreichender Zufuhr von Flüssigkeit „austrocknen“!

Mineralstoffe im Blut sorgen dafür, dass Nervenübertragungen stattfinden, sich Muskeln bewegen. Ohne Mineralstoffe wären gar keine sportlichen Hochleistungen oder kreative Arbeiten möglich, wir könnten noch nicht einmal darüber nachdenken, was Mineralstoffe eigentlich sind.

Was sind denn nun Mineralstoffe?

Mineralstoffe liegen in der Natur vorwiegend als Salze vor. Sobald sie mit Flüssigkeit in Berührung kommen, lösen sie sich und zerfallen in elektrisch geladene Teilchen. Lösen Sie z.B. Kochsalz (Natriumchlorid) in Wasser auf, so zerfällt es in Natrium- und Chloridteilchen. Die wichtigsten Mineralstoffe für Vorgänge in unserem Körper sind Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium.

Kalium – etwas für das Herz

Damit unser Herz munter weiterschlägt und unsere Muskeln richtig funktionieren, benötigen wir Kalium. Außerdem organisiert es zusammen mit Natrium den Wasserhaushalt und wirkt am Aufbau von Eiweiß mit.

Doch wie viel brauchen wir von diesem Mineral? Der Kaliumbedarf ist durch eine normale Ernährung gedeckt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zwei bis vier Gramm pro Tag.

Zu einem Mangel an Kalium kommt es vor allem durch:

  • Magersucht, extreme Diäten
  • Alkoholmissbrauch
  • Erbrechen und Durchfall
  • starkes Schwitzen
  • Medikamente (Entwässerungstabletten, Cortison, Abführmittel)
  • übermäßigen Konsum von Lakritze
  • Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Leber- und Nierenerkrankungen oder Entzündungen des Darmtraktes

Wie äußert sich ein Kaliummangel?

Herz- und Darmmuskulatur reagieren am empfindlichsten auf einen Mangel an Kalium. Das Herz gerät in einen unregelmäßigen Schlagrhythmus, der unter Umständen lebensbedrohlich werden kann. Der Darm reagiert mit Verstopfung.

Eine optimale Versorgung mit Kalium

Kalium ist vor allem in Hefe, Pilzen, Trockenfrüchten, Bananen und vielen Gemüsen enthalten. Achtung: Langes Waschen, Wässern oder Kochen senken den Kaliumgehalt Ihrer Lebensmittel bis auf 50 Prozent. Also wässern Sie Ihre Salate nicht zu lange, und greifen Sie auf schonende Zubereitungen wie Dünsten und Dämpfen zurück.

Kann zu viel Kalium schaden?

Ein gesunder Mensch braucht keine Angst vor zu viel Kalium zu haben. Unsere Niere scheidet die Überschüsse zuverlässig aus. Doch bei Diabetes, Verbrennungen und Störungen der Nebennierenrinde kann es zu einer gestörten Ausscheidung von Kalium kommen. Menschen mit diesen Erkrankungen sollten darauf achten, nicht zu viel Kalium zu sich zu nehmen. Sammelt sich Kalium im Organismus an, kann es zu Verwirrtheit, Kreislaufstörungen und Störungen der Muskel- und Nervenfunktion kommen.

Natrium

Natrium ist der Hauptorganisator unseres Wasserhaushalts, das wissen die meisten, doch es ist der Stoff, durch dessen Verschiebungen an Zellwänden Nervenübertragungen zustande kommen. Also, ohne Natrium würde ein Gedanke nicht weitergeleitet und damit auch nicht ausgeführt werden können.

Wie viel Natrium wird benötigt?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Aufnahme von fünf Gramm täglich. Das ist ganz schön wenig und kommt bei unserer heutigen Ernährung schnell zusammen. Eine große Schale Cornflakes und ein Hering enthalten zusammen schon ungefähr fünf Gramm Natrium.

Natrium in Nahrungsmitteln

Der Gehalt an Natrium in unseren Nahrungsmitteln ist starken Schwankungen unterworfen. Hier eine kleine Liste, die einen kurzen Überblick über den Natriumgehalt von Lebensmitteln geben soll:

  • Wenig Natrium (unter 100 mg/100 g): Obst, Gemüse, Milch, Joghurt, Kartoffeln, Nudeln, Salate, Getreide
  • Mittlerer Natriumgehalt (100 bis 1000 mg/100 g): Cornflakes, Vollkornbrot, Geflügel, Brathering, Weißbrot, Hühnerei
  • Hoher Gehalt an Natrium (über 1000 mg/100 g): Oliven, Ketchup, viele Käsesorten, Schinken, Wurstwaren

Ein Natriummangel ist in unseren Breiten eigentlich nur bei Hochleistungssportlern zu finden. Durch starkes Schwitzen über eine längere Zeit verliert der Körper viel Natrium. Sportler sollten also ausreichend trinken. Am besten ist natriumreiches Mineralwasser, gemischt mit Fruchtsäften, die zusätzlich die Kaliumdepots wieder auffüllen.

Calcium – Das Multitalent

Calcium kommt in unserem Körper in größerer Menge als jeder andere Mineralstoff vor. 99 Prozent dieser Menge bilden die Knochen und Zähne. Der restliche Anteil hat wichtige Aufgaben zu erfüllen. Calcium ist u.a. an der Blutgerinnung beteiligt, und auch Nerven und Muskeln „lechzen“ nach diesem Stoff. Ohne Calcium käme es zu gestörter Erregung von Muskeln und Nerven und damit zu Krämpfen.

Ein Mangel macht uns weiche Knie

Der Calcium-Haushalt wird durch Hormone geregelt. Steht nicht genügend von diesem Mineral zur Verfügung, werden Zellen stimuliert, die wie kleine Bergarbeiter Knochensubstanz abbauen, um aus ihr Calcium zu gewinnen.
So kann ein lang anhaltender Calcium-Mangel zu Schäden an Knochen und Zähnen führen.

Sind wir unterversorgt mit Calcium?

Laut Experten ist jedes dritte Kind und jede fünfte Frau mit Calcium unterversorgt. Dies hat viele Ursachen:

  • Wir essen immer weniger frisches Gemüse und frische Milchprodukte.
  • Unsere Nahrungsmittel verlieren durch zu langes Kochen große Mengen an Mineralien.
  • Phosphate hemmen die Aufnahme von Calcium in den Körper. Phosphate nehmen wir reichlich zu uns, durch Cola, Wurst- und Schmelzkäseprodukte, Schokolade, Nuss-Nugatcremes und Kakao.

Wie viel Calcium brauchen wir?

Ein Erwachsener braucht ca. 800 mg pro Tag, Kinder 1000 mg. Diesen Bedarf können wir vor allem durch Milch, Milchprodukte, Soja, Hülsenfrüchte und Haferflocken decken. Kann dieser Bedarf nicht gedeckt werden, sollte zusätzlich Calcium, z.B. als Brausetablette, eingenommen werden – damit unsere Knochen uns noch lange tragen können und unsere Zähne kräftig beißen.

Frauen können durch eine optimale Versorgung mit Calcium das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, um ein Vielfaches senken.

Allergiker aufgepasst – das Gegenmittel Calcium

Wer mit Allergien zu kämpfen hat, wird sicherlich schon mal ein allergiehemmendes Medikament eingenommen haben. Auch Calcium hat solche Eigenschaften.

Calcium wirkt stabilisierend auf unsere Zellmembranen. Es kann damit Beschwerden mildern oder sogar lindern. In vielen Fällen hat eine hochdosierte Calciumtherapie Allergien völlig verschwinden lassen.

Also sollten Sie vor Ihrem nächsten Urlaub darauf achten, dass Sie Ihrem Körper genügend Calcium zugeführt haben und eine Rolle Calcium-Brausetabletten in Ihre Reiseapotheke legen, dann haben die Sonnenallergie und die „Mallorcaakne“ keine Chance.