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Magnesium

Baustein des Lebens

Magnesium gehört zu den lebenswichtigen Mineralstoffen. Für viele verschiedene Stoffwechselvorgänge spielt Magnesium, z.B. als Kofaktor von mehr als 300 Enzymen, eine Schlüsselrolle. Sämtliche energieabhängigen Vorgänge in unserem Organismus würden ohne Magnesium nicht funktionieren. Außerdem reguliert es die Reizübertragung auf Muskeln und Nerven und gewährleistet somit das reibungslose Funktionieren des gesamten Muskelapparates.

In der Natur kommt Magnesium in Form von Verbindungen vor allem im Gestein der Erdkruste, aber auch im Meerwasser vor. Ihre grüne Farbe verdankt die Natur dem Chlorophyll, einer komplexen Ringstruktur mit Magnesium als Zentralatom. Der menschliche Organismus enthält etwa 26g Magnesium, der größte Teil davon (60 Prozent) ist in den Knochen gespeichert. Rund 40 Prozent befinden sich in den Muskeln und Organen, nur etwa ein Prozent enthält das Blut.

Ursachen und Folgen

Über 50 Prozent aller Menschen leiden häufig oder sogar regelmäßig unter den schmerzhaften Folgen von Muskelverspannungen. Verspannungen der Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur, aber auch Waden- und Fußkrämpfe gehören inzwischen zu den häufigsten Beeinträchtigungen unseres Wohlbefindens.

Muskelverspannungen signalisieren eine erhöhte Anspannung des Körpers. Länger andauernde Beschwerden können sogar zu chronischen Schmerzen und zu Bewegungseinschränkung führen.

Häufig treten Muskelverspannungen in Verbindung mit Stress und Nervosität auf. Auch eine angespannte Arbeitshaltung, z.B. am Computer und bei langen Autofahrten, können Gründe für Muskelverspannungen sein. Des weiteren führt eine ungenügend ausgebildete Rücken- und Nackenmuskulatur oder eine unbequeme Matratze zu Schmerzen im Bewegungsapparat.

Entspannt mit Magnesium

Verspannungen der Muskulatur können erheblich verstärkt werden, wenn dem Körper Magnesium fehlt. Leichte Muskelverspannungen, die normalerweise folgenlos bleiben, können dadurch unangenehme Beschwerden auslösen. Wer häufig zu Krämpfen neigt, hat im allgemeinen einen erhöhten Magnesiumbedarf. Magnesium kann die übersteigerte Erregbarkeit von Nerven und Muskeln herabsetzen und so Muskelkrämpfen entgegen wirken. Eine ausreichende Zufuhr von Magnesium kann auch Mechanismen im zentralen Nervensystem hemmen, die für eine Schmerzauslösung mitverantwortlich sind.

Neben (nächtlichen) Wadenkrämpfen treten besonders häufig Verspannungen der Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur auf. Die schmerzhaften Verspannungen können dabei auch auf den Kopf ausstrahlen: Die Gefäßnerven, die in den Kopfbereich hineinziehen, werden erregt und reagieren schmerzhaft. Auch bei Migräne-Patienten kann häufig ein Magnesiummangel festegestellt werden. Durch eine ausreichende Magnesiumversorgung kann einer Verspannung der Muskulatur entgegengewirkt werden.

(Text: diasporal; Bild: – Oktober 2006)