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Kohlenhydrate

Das Benzin des Körpers

Kohlenhydrate sind in pflanzlicher wie in tierischer Nahrung vorhanden. Sie können in einfache und komplexere Zucker, wie die Stärke, unterteilt werden. Alle Kohlenhydrate werden vom Körper letztendlich in ein einziges Zuckersteinchen umgewandelt, die Glukose.

Glukose ist der Haupttreibstoff unseres Organismus. Das Gehirn ernährt sich ausschließlich von Glukose. Ist nicht genug Glukose im Blut vorhanden, lässt die Konzentration nach, wir werden müde und schlecht gelaunt. Unser gesamtes Energiesystem wird über den Blutzuckerspiegel kontrolliert. Unser Körper ist bestrebt, diesen Spiegel möglichst konstant zu halten.

Insulin – der Boss im Zuckerstoffwechsel

Wird durch Schokolade oder ein Vollkornbrot für Kohlenhydrat-Nachschub gesorgt, zerlegen Verdauungsenzyme die Lieferung in kleine Zuckerbausteinchen, die vom Darm in das Blut gelangen. Der Blutzuckerspiegel, also der Gehalt an Zucker im Blut, steigt. Unsere Bauchspeicheldrüse schickt das Hormon Insulin in die Blutbahn. Dieses sendet an das Appetitzentrum im Gehirn: Der Körper ist satt, Essen einstellen.

Insulin befördert den Zucker in die Zellen von Leber und Muskulatur. Sind die Vorräte des Körpers aufgefüllt, wird der Rest in Fett umgewandelt. Der Blutzuckerspiegel sinkt. Geht dem Gehirn nun nach einiger Zeit der Zucker aus, werden wir nervös, unkonzentriert und schwach. Das Appetitzentrum wird alarmiert: Ich brauche sofort etwas zu essen – am besten etwas Süßes, das kommt am schnellsten an!

Die „guten“ und die „schlechten“ Kohlenhydrate

Man kann die Kohlenhydrate einteilen in solche, die den Blutzucker schnell und sehr hoch ansteigen lassen, und solche, die ihn langsam und stetig über eine längere Zeit hinweg steigern. Einfache Kohlenhydrate bestehen aus einem einzigen Zuckerbaustein, entweder der Glukose, wie Honig, oder Fruktose in Früchten. Auch in Milchprodukten sind einfache Zuckerbausteine vorhanden, hier kommt die Laktose vor, die auch als Milchzucker bezeichnet wird.

Diese Zuckerbausteine werden leicht vom Körper aufgenommen und gelangen schnell in das Blut. Die so genannten komplexen Kohlenhydrate sind aus vielen kleinen Zuckerbausteinen zusammengesetzt. Der Körper kann diese, mit Hilfe von Verdauungsenzymen, nur nach und nach aufspalten. Der Zucker wird somit in kleineren Mengen über einen längeren Zeitraum hinweg in das Blut abgegeben. Dies erklärt, warum Vollkornbrote, Getreide, Kartoffeln und Reis länger satt halten.

Wissen, was gut für Sie ist

Um genügend Glukose für Gehirn und Muskeln zu haben, sollte die tägliche Ernährung zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten bestehen. Dies erreicht man z.B. mit vier Scheiben Vollkornbrot, einer Portion Müsli und drei Kartoffeln, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Für den schnellen Ausgleich des Hungers sollte man auf Obst anstatt eines Schokoriegels zurückgreifen.