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Äpfel

Vom Symbol der Sünde zum Kern einer gesunden Ernährung

Ob geschnitten, geraspelt oder gemust, Äpfel sind nicht mehr vom Speiseplan wegzudenken. 40 Kilogramm verbrauchen die Deutschen durchschnittlich jedes Jahr pro Kopf, viel mehr als alle anderen Europäer.

"Und das ist keine schlechte Wahl, denn Äpfel bieten mehr als nur Wasser, Zucker, Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe", bestätigt Dr. Corinna Kolac vom Deutschen Grünen Kreuz e.V. in Marburg. Unter der Haut befinden sich zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die nicht nur bei den Pflanzen, sondern auch auf den menschlichen Körper eine Schutzfunktion ausüben.

Blick in die Geschichte

Wie es mit dem Apfel begann, lässt sich heute wohl nicht mehr klären. Der griechischen Sage nach brachte Herakles den Apfel aus den Gärten der Hesperiden nach Griechenland. Andere Quellen schreiben Alexander dem Großen diese "Heldentat" zu. Er soll die Frucht von einem seiner Feldzüge in Persien mit nach Griechenland gebracht haben. Von Griechenland aus gelangte der Apfel nach Italien. Mit den Römern eroberte das gesunde Obst dann Frankreich und Deutschland. Mitte des 19. Jahrhunderts waren in Deutschland etwa 2.000 Apfelsorten bekannt.

Ansprüche an den "modernen" Apfel

Obwohl sich durch die intensive Entwicklung des Obstanbaus die Sortenvielfalt verminderte, verlor der Apfel nicht an Bedeutung. Ein Apfel muss heute gut zu lagern und zu transportieren sein. Er sollte gut aussehen und schmecken. Nur ein Bruchteil der Sorten erfüllt alle dieser Anforderungen.

Zunehmend wichtig für die Verbraucher ist, dass das Obst frei von Schadstoffen und reich an Vitaminen und anderen gesundheitsfördernden Stoffen ist. In einer baden-württembergischen Untersuchung von Kernobst wurde gezeigt, dass die Schadstoffbelastung in nur fünf Prozent aller Stichproben über den gesetzlich geforderten Höchstwerten liegt. Bio-Obst schnitt dabei noch besser ab als solches aus konventionellem Anbau.

"5 am Tag"

"Der größte Teil der Schadstoffe lässt sich durch Abwaschen mit warmem Wasser entfernen", bestätigt die Ernährungsexpertin. Viel nachteiliger wirkt es sich aus, wenn Apfelfreunde aus Furcht vor Schadstoffen das Beste vom Apfel, die Schale, abschneiden und nur das süßliche bis saure Fruchtfleisch verzehren. Die für die Ernährung so wichtigen Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe sitzen nämlich in oder direkt unter der Schale.

Nicht umsonst empfehlen die Experten der von der Bundesregierung unterstützten Kampagne "5 am Tag" zweimal täglich möglichst ganzes Obst und drei Portionen Gemüse zu verzehren. "Das natürliche Orchester aller Inhaltsstoffe ist für die gesunden und schützenden Eigenschaften von Gemüse und Obst verantwortlich", bestätigt auch Kolac.

Und für Kau-Faule gibt es eine gesunde Alternative! Ganze, geriebene Äpfel, die in einem speziellen und schonenden Verfahren verarbeitet wurden, werden auch in trinkbarer Form angeboten. Sie enthalten noch alle für die Ernährung relevanten Inhaltstoffe. "Ein Glas davon kann eine Portion Obst am Tag ersetzen", so Kolac.

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e.V.