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Johanniskraut (2)

Das Kraut für ein sonniges Gemüt

Schon Paracelsus hat vor über 450 Jahren Johanniskraut gelobt. Gerade wichtige Männer wie Paracelsus haben schon früh die ausgleichende und motivierende Wirkung von Johanniskraut geschätzt.

In unserer heutigen stressüberladenen Zeit boomt das Mittel nun wieder. Johanniskraut kann bei Konzentrationsstörungen ebenso helfen wie bei Depressionen. Es wächst in ganz Europa. Sicher haben Sie seine gelben Blüten schon einmal gesehen. Es wächst bei uns nämlich sehr gern neben Bahndämmen, Flussböschungen und Wäldern.

Wie Johanniskraut wirkt

Der bedeutendste Wirkstoff des Johanniskrauts ist das Hypercin, es ist als rotes Sekret in den Pflanzen enthalten. Dieses Sekret enthält ebenfalls sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavinoide und ätherische Öle. Diese Mischung hat Verstimmungen, Konzentrationsstörungen und Depressionen den Kampf angesagt.

Die Wirkung dieser Heilpflanze auf das Nervensystem und die Psyche ist einzigartig: Starke Nervenreize werden gewissermaßen abgeschirmt, also Angst, Panik, Nervosität etc. werden nicht als Reiz weitergegeben. Außerdem werden bereits vorhandene depressive Verstimmungen ausgeglichen.

Anwendungsgebiete

Johanniskraut kann bei leichten bis mittelschweren Depressionen angewendet werden. Der Vorteil gegenüber Psychopharmaka liegt auf der Hand: Johanniskraut kann nicht abhängig machen, auch die Einnahme großer Mengen ist nicht schädigend, und es hat fast keine Nebenwirkungen.

Nebenwirkungen

Eine mögliche unerwünschte Wirkung ist eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonne. Vor allem Hellhäutige sollten bei der Einnahme von Johanniskraut darauf achten, sich nicht zu lange der Sonne auszusetzen, denn es kann schneller zu Sonnenbränden kommen. Schützen Sie sich am besten mit Sonnencremes. Auch das Solarium sollten Sie meiden.

So bringen Sie die Sonne in Ihr Leben

Die Wirkung von Johanniskraut entfaltet sich im Tee sowie in Tinkturen oder als Öl.

Tee
Aus den Blüten und Blättern des Johanniskrauts können Sie selber Tee herstellen oder ihn fertig kaufen. Das Kraut kann mit heißem oder kaltem Wasser zubereitet werden. Der mit kochendem Wasser aufgesetzte Tee schmeckt besser. Der kalt hergestellte Tee enthält weniger Gerbstoffe und wird somit besser vertragen.

Aufguss: Ein bis zwei Teelöffel fein geschnittenes und getrocknetes Johanniskraut mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und ihn gut abgedeckt zehn Minuten ziehen lassen.

Tipp: Man sollte alle Heiltees gut abgedeckt ziehen lassen, damit die wichtigen ätherischen Öle nicht entweichen!

Abkochung: Ein bis zwei Teelöffel Johanniskraut (getrocknet und fein geschnitten) in einem Topf mit einer großen Tasse kaltem Wasser übergießen. Das ganze zugedeckt zum Sieden bringen. Nach fünf Minuten abgießen und warm genießen.

Beschwerden und Möglichkeiten der Anwendung

  • Bettnässen bei Kindern: Tee trinken
  • Blähungen bei Kindern: Tee trinken
  • Depressive Verstimmung: Tee trinken oder ein Fertigpräparat einnehmen
  • Gürtelrose: mit Öl betupfen
  • Konzentrationsstörungen: Tee trinken oder ein Fertigpräparat einnehmen
  • Lippenherpes: mit Öl betupfen
  • Nervenschmerzen: Tee trinken
  • Schlafstörungen: Tee trinken, warme Bauchwickel, Fertigpräparat
  • Wunden: Kompressen, Öl auftragen

Bitte beachten Sie:

Bei Depressionen, die über eine Verstimmung hinausgehen, also z.B. lange andauern, oder bei Verdacht auf eine psychische Erkrankung sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Sollten Sie bereits Psychopharmaka einnehmen, setzen Sie diese auf keinen Fall ab und besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Johanniskraut als begleitendes Mittel einnehmen sollen.