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Erste Hilfe bei Asthma

Erste Hilfe beim Asthmaanfall

Beim Asthma bronchiale handelt es sich um eine chronische Entzündung, die mit einer starken Überempfindlichkeit der Atemwege einhergeht. Asthma macht sich mit wiederholten Anfällen von Atemnot, Husten und Kurzatmigkeit bemerkbar.

Zwischen den Anfällen kann die Lungenfunktion völlig normal sein. Die Ursache dieser Anfälle ist bei der Überempfindlichkeit der Atemwegsschleimhaut auf verschiedene Reize zu suchen. Diese Reize können ganz unterschiedlich sein.

Pflanzenpollen, Hausstaub, bronchiale Infekte, kalte und verschmutzte Luft und körperliche Anstrengung sind die häufigsten Reize, die einen Asthmaanfall auslösen können. Doch manchmal kann ein Anfall solche Ausmaße annehmen, dass Erstickung droht.

Bei einem Asthma-Anfall schwillt die Bronchialschleimhaut an. Eine oftmals vermehrte Schleimproduktion verengt die Atemwege weiter. Zusätzlich zieht sich die Muskulatur der kleineren Atemwege krampfartig zusammen. Durch diese Vorgänge wird der Luftstrom zur und von der Lunge stark eingeschränkt.

Asthma bronchiale kann in jedem Alter auftreten. Jedes zehnte Kind und jeder zwanzigste Erwachsene leidet darunter. Ungefähr die Hälfte der Asthmatiker sind Kinder unter zehn Jahren.

Woran erkennt man einen schweren Asthmaanfall?

Die meisten Asthmatiker wissen sehr gut, wie sie mit einem Anfall umgehen müssen. Meistens reichen ein bis zwei Hübe eines die Bronchien erweiternden Mittels, um ein freies Durchatmen wieder zu ermöglichen.

Wie erkennt man aber, ob es sich um einen schweren, lebensbedrohlichen Anfall handelt?

Folgende Anzeichen sprechen dafür, dass es sich um einen schweren Asthma-Anfall handelt:

  • Bläulich gefärbte Haut und schnappende Atmung sprechen dafür, dass wenig Sauerstoff im Blut ist.
  • Erschöpfung bis zur Unfähigkeit zu sprechen
  • Verwirrtheit und Rastlosigkeit
  • Inhalationsmedikamente verlieren ihre übliche Wirkung.

Erste Hilfe bei Asthma

Bei guter medikamentöser Therapie können die meisten Anfälle schon von vornherein verhindert werden. Kommt es dennoch zum "Fall des Falles", sind Erste-Hilfe-Maßnahmen gefragt. Sie unterscheiden sich dabei nur unwesentlich von den allgemeinen Maßnahmen bei Atemnot.

Notärzte empfehlen folgende Regeln:

  • Bringen Sie den Patienten in eine ruhige Umgebung und beruhigen Sie ihn.
  • Schützen Sie ihn vor Anstrengung und Stress, denn das kostet noch mehr Luft.
  • Öffnen Sie beengende Kleidung.
  • Lassen Sie den Patienten sitzen. Wenn die Arme neben dem Körper aufgestützt werden, können mehr Muskeln der eigentlichen Atemmuskulatur zur Hilfe kommen.
  • Sorgen Sie für frische Luft, beispielsweise durch Öffnen des Fensters. Beachten Sie, dass der Betroffene dabei nicht zusätzlichen Allergenen ausgesetzt wird.
  • Rufen Sie den Notarzt! Das gilt besonders, wenn dem Asthmakranken seine üblichen Medikamente nicht helfen.