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Erste-Hilfe-ABC

ABC-Regel bei Erster Hilfe – einfach und systematisch!

Ein Mensch liegt bewusstlos da. Was macht man in dieser Situation? Egal, ob Freund oder Fremder, die erste Hilfe ist oft die entscheidende.

Zuerst professionelle Hilfe rufen, falls Handy griffbereit, oder jemand anders beauftragen. Falls keins von beidem vorhanden, direkt zur "Patientenbetreuung" übergehen, denn dieser könnte durch ganz einfache Handgriffe gerettet werden. Dabei den Bewusstlosen immer im Auge behalten.

Bevor man überhaupt an Wiederbelebung denkt, sollte man die Bewusstseinslage des Patienten beurteilen. Den Verletzten ansprechen und vor allem auch aus der Gefahrenzone bergen. Da jeder in so einem Fall äußerst aufgeregt ist, gibt es für das weitere Vorgehen eine simple Regel, die man sich schnell ins Gedächtnis rufen kann: die ABC-Regel.

A steht für Ansprechen!

Ist die Person ansprechbar? Lassen Sie sich die Beschwerden, benötigte Medikamente o.ä. schildern. Falls die Person das Bewusstsein verliert, bevor der Notarzt eintrifft, können Sie diesem die Informationen dann weitergeben.

B steht für Beatmen!

  • Falls keine Atmung vorhanden ist, muss der Patient beatmet werden. Dabei kann man Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase beatmen.
  • Es muss darauf geachtet werden, dass die Luft auch tatsächlich in die Lunge des anderen gelangt. Das kann man an der atemabhängigen Bewegung des Brustkorbs erkennen.
  • Mund-zu-Mund-Beatmung bei überstrecktem Kopf
  • Mund-zu-Nase-Beatmung bei fest geschlossenem Mund des Beatmeten

C steht für Cirkulation!

  • Puls fühlen, um zu überprüfen, ob das Herz noch regelmäßig das Blut in den Körper pumpt
  • Dabei kann man den Puls am besten an der Halschlagader fühlen. Am Handgelenk fühlt man aufgrund der Zentralisierung des Kreislaufs sehr schnell keinen Puls mehr!
  • Bei fehlender Pumptätigkeit des Herzens ist die Herzmassage angesagt, die zusammen mit der Beatmung am besten im regelmäßigen Zyklen passiert.
  • Bei der Herzmassage ist der Druckpunkt ungefähr im unterem Drittel des Brustbeins. Jede Kompression sollte ca. drei bis fünf Zentimeter tief sein und – bei Erwachsenen – eine Frequenz von ca. 80-100 pro Minute haben.
  • Für die Herzmassage benutzt man die Handballen beider Hände, wobei sich der Helfer neben dem Oberkörper des Patienten hinkniet.

Kardio-Pulmonale Wiederbelebung

Einhelfermethode: abwechselnd zwei Beatmungen und dann 15 Herzmassagen, die Atmung überprüfen und weitermachen.

Zweihelfermethode: einer beatmet zweimal, dann macht der andere fünfzehn Herzmassagen, das immer abwechselnd und zwischendurch immer mal wieder für fünf Sekunden den Puls und die Atmung überprüfen.

Diese Vorgehensweise überbrückt oft die Zeit, bis der Notarzt ankommt und die medikamentöse Hilfe ansetzt. Es lohnt also immer, erste Hilfe zu leisten, denn häufig ist allein schon das Freiräumen des Mundes und die Betreuung des Patienten lebensrettend.