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Achtung Sonne!

Die Haut braucht Urlaubsvorbereitung

Skilaufen im Hochgebirge oder ein Trip in den sonnigen Süden: Hier trifft die UV-Strahlung die blasse Haut völlig unvorbereitet und umso intensiver.

Auf einem Gletscher oder in der Nähe des Äquators ist die UV-Strahlung rund hundertmal so stark wie an einem Sommertag in Deutschland. Die Folge: Rund 150.000 Bundesbürger erkranken jedes Jahr neu an hellem Hautkrebs, der häufigsten Krebsform überhaupt.

Vor allem auf den "Sonnenterrassen" wie Kopf, Stirn, Nase, Lippen oder Unterarmen bilden sich scharf begrenzte Rötungen, die sich leicht schuppen. Daraus entwickeln sich weißlich bis gelbbraune Verhornungen (aktinische Keratosen), die sich wie Sandpapier anfühlen – eine frühe Form des hellen Hautkrebses.

Professor Dr. Eggert Stockfleth, Leiter des Haut Tumor Centrums der Berliner Charité (HTCC), erklärt, wie sich der helle Hautkrebs heute schonend behandeln lässt: "Auffällig sind vor allem Flecken mit unregelmäßigen Farben. Grundsätzlich sollte jeder Hautfleck mit einem Durchmesser über fünf Millimeter von einem Dermatologen überprüft werden."

Gel ersetzt chirurgischen Eingriff

Im Anfangsstadium lässt sich der helle Hautkrebs erfolgreich lokal behandeln. Seit kurzem gibt es ein gut verträgliches, rezeptpflichtiges Gel mit dem Wirkstoff Diclofenac und der Trägersubstanz Hyaluronsäure, die die oberen Hornschichten aufweicht. Damit kann Diclofenac leichter durch die Haut dringen.

Der Wirkstoff hemmt die Produktion des Botenstoffs Prostaglandin, der das Wachstum von Krebszellen begünstigt und die Aktivität körpereigener Killerzellen hemmt. Nach rund drei Monaten Behandlungsdauer waren die Hautveränderungen bei jedem Zweiten komplett abgeheilt.

(Quelle: djd)