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Medikamenten-Einnahme

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die Wirksamkeit vieler Medikamente ändert sich im Laufe des Tages. Das liegt daran, dass unser Stoffwechsel einem bestimmten Rhythmus unterlegen ist.

Diese innere Uhr unseres Körpers macht ihn zu bestimmten Tageszeiten besonders gut aufnahmefähig für manche Stoffe oder verhindert zu bestimmten Zeiten, dass ein Wirkstoff in unseren Körper gelangen kann. Außerdem können andere Stoffe die Aufnahme der Arznei beeinflussen. Lesen Sie hier nun einige Tipps, wie Sie Ihre Arzneimittel einnehmen können.

Blutdruckmedikamente

Wenn Ihr Arzt Ihnen keine Einnahmevorschrift gemacht hat, nehmen Sie diese Stoffe morgens ein, damit dem Stress des kommenden Tages gut begegnet werden kann.

Asthmamedikamente

Am Abend eingenommen, schützen sie vor den gefürchteten Anfällen, die häufig nachts auftreten. Nächtliche Atempausen lassen Sie am nächsten Tag müde und gereizt aufwachen.

Antibiotika

Nehmen Sie Antibiotika nicht mit dem Essen ein! Die meisten Antibiotika enthalten sensible Stoffe, die durch die Wärme des Essens oder durch seine Zusammensetzung inaktiv gemacht werden.

Achtung: Viele Antibiotika hemmen die Wirksamkeit der Antibabypille, und der Schutz vor Schwangerschaft ist nicht mehr sicher. Also sollten Sie für den gesamten Zyklus, in dem Sie Antibiotika einnehmen, auf alternative Verhütungsmethoden umsteigen. Ihre Apotheke berät Sie kompetent, ob Ihr Präparat solche Wirkungen hat und welche andere Verhütungsmethode die richtige für Sie ist.

Eisenpräparate

Diese Tabletten sollten Sie nicht mit schwarzem Tee einnehmen. Der Tee hemmt die Aufnahme von Eisen, und somit ist das Medikament wirkungslos. Am Besten ist die Aufnahme morgens auf nüchternem Magen. Wenn Sie noch etwas Vitamin C dazu einnehmen, unterstützen Sie die Aufnahme des Präparats optimal und tun auch noch etwas für Ihre Abwehr.

Anti-Baby-Pille

Sollten Sie drei Stunden nach Einnahme der Pille erbrochen oder Durchfall bekommen haben, nehmen Sie noch eine Pille aus der Packung nach, damit Sie sicher vor einer Schwangerschaft geschützt sind. Wollen Sie ganz sicher sein, verwenden Sie für den Rest des Zyklus andere Verhütungsmethoden (z.B. Kondome).

Aknemedikamente

Frauen, die Aknemedikamente einnehmen, die Vitamin A oder Vitamin-A-Säure enthalten, sollten sich unbedingt vor einer Schwangerschaft schützen, da dieser Stoff Missbildungen verursacht. Vitamin A wird häufig auch als Retinol bezeichnet. Antifaltencremes mit Vitamin A enthalten sehr viel geringere Konzentrationen, als sie in der Aknetherapie eingesetzt werden.